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| 02:52 Uhr

Seit 20 Jahren der Lindenauer Heimatgeschichte auf der Spur

Bürgermeister Jürgen Bruntsch (re.) hat Rosemarie Hänel, Vorsitzende vom Heimatverein Lindenau zum Vereins-Jubiläum symbolisch 100 000 000 Millionen aus zehn Euro Scheinen gespendet.
Bürgermeister Jürgen Bruntsch (re.) hat Rosemarie Hänel, Vorsitzende vom Heimatverein Lindenau zum Vereins-Jubiläum symbolisch 100 000 000 Millionen aus zehn Euro Scheinen gespendet. FOTO: red
Lindenau. Der Heimatverein Lindenau hat inzwischen selbst eine 20-jährige Geschichte. Während der Feier zum Jubiläum hat Vereinsvositzende Rosemarie Hänel jetzt auf diese auch bewegten Jahre zurückgeblickt. red/lmr

Am 29. November 1994 ist die Gründung des Heimatvereines Lindenau einstimmig beschlossen worden. Seither setzen sich dessen Mitglieder dafür ein, der Geschichte des Dorfes auf den Grund zu gehen und das kulturelle Leben mitzugestalten. Zudem haben Lindenauer die Möglichkeit im Verein selbst aktiv zu werden und ihre Erinnerungen zu teilen und weiter zu geben. Unvergessene Pionierarbeit leisteten anfangs etwa Werner Walther, Dietmar Heinze, Hilmar Böhm, Ulrike Menzel oder Bernhard Lode.

Die Mitglieder des Heimatvereins brachten in das nach der Wende 1991 umfassend sanierte Torhaus neues Leben. Hier hatten die Montagsmaler unter Christel Stolpe ihr Domizil und sind mit ihrem Schaffen bekannt geworden. Seit Jahren leitet Uta Hühne die dort befindliche Bibliothek und versorgt insbesondere den Nachwuchs mit interessanter Lektüre.

Karl-Heinz Schlotter aus Cottbus, der seine Kindheit im Kinderheim Lindenau verbrachte, hat in Verbundenheit mit seiner Heimat, hier ein Uhrenmuseum eingerichtet.

Die Landfrauen, die ebenfalls unterm Dach des Heimatvereins wirken, sind mit ihrer Pflege der Tradition, des Bindens von Erntekronen, weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.

"All diese aktiven Mitglieder schreiben an der aktuellen Geschichte unseres Ortes mit," resümiert die Vorsitzende des Heimatvereins Rosemarie Hänel. Ein Grundstein des erfolgreichen Wirkens sei die über Jahre enge Zusammenarbeit mit den Vereinen im Ort und den Heimatvereinen aus den Nachbardörfern. Mit einem abwechslungsreichen Festprogramm wurde das Vereinsjubiläum gefeiert.

Die Tettauer übergaben eine historisch wertvolle Flurkarte der Gemeinden Tettau und Lindenau aus dem Jahr 1613. Der ehemalige Lehrer Bernhard Fischer übergab historische Lehrbücher und die Kinder der "Krümelkiste" schenkten ein selbst gemaltes Bild vom Lindenauer Schloss. Alle Geschenke werden einen Platz in der Heimatstube finden, die bis zum 60. Parkfest an Pfingsten 2015 umgestaltet werden soll.

Die Vorsitzenden der Heimatvereine aus Tettau, Kroppen, und Arnsdorf nutzten das Fest um bestehende Kontakte zu vertiefen und freuten sich über die Wertschätzung des Lindenauer Heimatvereins, der schon jetzt in den Vorbereitungen für den Advent im Torhaus und den lebenden Adventskalender steckt.