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Seestädter befinden sich im Aufwind

Landesliga Süd. Am zweiten Heimspieltag der HSG Senftenberg in der Landesliga Süd sind die Teams von Stahl Eisenhüttenstadt und vom Kolkwitzer SV in die Turnhalle der Regenbogengrundschule gekommen. Am Ende stand eine 2:3-Niederlage gegen „Hütte“ sowie ein 3:1-Erfolg gegen Kolkwitz. Von Ulrich Bergholz

Gleich zu Beginn zeigten die „Stahl-Männer aus Hütte“, warum sie im Vorjahr den 3. Tabellenplatz belegt hatten. Mit druckvollen Aufschlägen und unter Ausnutzung ihrer Größenvorteile ließen sie den HSG-Sechser nicht zum Spiel kommen. Das Ergebnis war ein klarer 25:14-Satzsieg.

Im zweiten Satz steigerte sich das Heimteam, kämpfte leidenschaftlich von Anfang an um jeden Punkt und gestattete dem Gegner keinen beruhigenden Vorsprung. Im Gegenteil, nach der Auszeit beim Stand von 19:21 punkteten nur noch die Seestädter und gewannen den Satz verdient mit 25:21.

Der dritte Satz verlief bis zur Mitte ausgeglichen, ehe den Gästen ein Vier-Punkte-Vorsprung gelang. Diesen verteidigten sie mit Routine bis zum Satzende. Auch im vierten Satz sahen die Zuschauer lange Zeit eine hochklassige und enge Partie, bei der die HSG-Spieler erstmalig mit 13:12 in Führung gingen. Konzentriert und variabel spielend wurde der Vorsprung ausgebaut und mit einem 25:20-Sieg der Tiebreak erzwungen.

Am letzten Spieltag hatte noch ein total verunglückter Start den Sieg im Entscheidungssatz verhindert. Diesmal hielt Senftenberg bis zum Stand von 5:6 die Entscheidung offen, ehe die Stahl-Männer den entscheidenden 9:5-Vorsprung herausholten, der dann zum 15:10-Satzgewinn der Gäste und damit zum 2:3-Sieg reichte. Nach großem Kampf und vielen gelungenen Spielzügen fehlte schließlich wieder einmal das glückliche Ende für die Niederlausitzer.

Es spricht für die Moral der Mannschaft, dass sie zu Beginn des Vergleiches mit dem Kolkwitzer SV den unbefriedigten Ausgang des ersten Spiels vollständig verdrängen konnte. Voll konzentriert und mit klaren Spielzügen wurde Punkt für Punkt errungen und schnell ein beruhigender Vorsprung erreicht, der dann zum 25:20-Satzgewinn reichte.

Was im nächsten Satz passierte, konnte niemand in der Halle richtig verstehen. Es spielte auf einmal nur der KSV. Selbst die einfachen Spielzüge gelangen dem HSG-Sechser nicht mehr. Nach 19 Minuten stand die nicht unverdiente 15:25-Schlappe fest. Zum Glück erwies sich dieser Satz als einmaliger Aussetzer, denn danach bestimmte nur noch die Heimmannschaft das Spielgeschehen. In Rekordzeiten von 15 beziehungsweise 16 Minuten wurden die Kolkwitzer mit 25:16 und 25:11 förmlich vom Platz gefegt und der 3:1-Sieg sichergestellt.

Am Ende stand zwar wieder nur ein Sieg auf der Habenseite der HSG, der Aufwärtstrend ist aber deutlich zu erkennen. Beim ersten Gastspiel in der Landesliga vor zwei Jahren erreichte das HSG- Team in der gesamten Saison drei Siege. Diese sind jetzt bereits nach dem ersten Drittel aller Spiele eingefahren. Und die Zielstrebigkeit über weite Strecken des Spieltages, der Teamgeist und das gewonnene Selbstvertrauen sollten Grundlage für weitere Erfolge sein.