ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:44 Uhr

Lausitzer Seenland in Brandenburg
Seenland stellt die Weichen für weitere Investitionen

Für eine rund acht Hektar große Fläche des Seestrandes Niemtsch lässt der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Ziel ist es, den Campingplatz weiterentwickeln zu können und zugleich die Voraussetzungen für weitere Freizeitanlagen zu schaffen.
Für eine rund acht Hektar große Fläche des Seestrandes Niemtsch lässt der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Ziel ist es, den Campingplatz weiterentwickeln zu können und zugleich die Voraussetzungen für weitere Freizeitanlagen zu schaffen. FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg/Großkoschen. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg bringt vier neue Bebauungspläne auf den Weg: Sedlitzer Hafendorf und Großräschens Stadtstrand stehen mit im Fokus. Von Catrin Würz

Nach den Gästerekorden des vergangenen Jahres, neuen Ferienhäusern im Familienpark und weiteren Großinvestitionen in Tourismusanlagen im vergangenen Jahr will der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg auch 2018 auf seiner Erfolgsschiene weiterfahren. „Dafür müssen aber auch die richtigen Weichen gestellt sein“, sagt Zweckverbandsvorsteher Volker Mielchen.

Einige dieser Weichen sind nun unlängst während der jüngsten Verbandsversammlung umgelegt worden. Gleich sechs Bebauungspläne hat die Verbandsversammlung festgezurrt oder neu auf den Weg gebracht. „Die Bebauungspläne sind ja die baurechtliche Voraussetzung dafür, dass überhaupt etwas im Seenland passieren kann“, so Mielchen. Oft dauere es mehrere Jahre, bis auf diese Weise geltendes Baurecht geschaffen ist.

Endlich abgeschlossen ist nun jedoch die notwendig gewordene Änderung zum Bebauungsplan „Seeschlösschen Buchwalde“. Auf dem Areal des Wellness-Hotels mussten nach dem Erweiterungsbau die Parkplätze neu strukturiert und städtebaulich besser geordnet werden. Dazu wurden auch neue, noch nicht beplante Flächen des Außenbereiches benötigt. Dafür war allerdings eine umfassende Genehmigungsplanung für das Baurecht notwendig, die nun abgeschlossen ist.

Genauso verhält es sich beim Bebauungsplan „Reppist“, deren Verfahren der Zweckverband ebenfalls zum Abschluss gebracht hat. In Reppist beabsichtigt der Eigentümer des denkmalgeschützten ehemaligen Kulturhauses Reppist, das leer stehende Objekt wieder instand zu setzen und mit einer neuen Nutzung zu beleben. Das einstige Kultur- und Klubhaus ist quasi das einzige erhalten gebliebene Gebäude des Ortes, der nicht mehr existiert. Reppist fiel im Jahre 1986 fast vollständig der Erweiterung des Tagebaus Meuro zum Opfer.

Mit der Aufstellung eines B-Planes wurde nun Baurecht für das direkt am Radrundweg gelegene Areal geschaffen. „Die Eigentümer wollen in dem Objekt touristische Unterkünfte und Räume für Veranstaltungen schaffen“ ergänzt Volker Mielchen. Das einstige Reppister Klubhaus soll nun als kulturelles Zentrum und als Begegnungsstätte für touristische Aktivitäten neu erstehen.

Für insgesamt vier Bebaungspläne hat der Zweckverband Lausitzer Seenland zum Jahresende nun die Aufstellung neu beschlossen und die Planungen damit auf den Weg gebracht. So soll zum Beispiel unter dem Titel „Seestrand Niemtsch“ ein insgesamt acht Hektar großes Gebiet in Niemtsch zwischen Elsterdamm, Radrundweg sowie Senftenberger und Niemtscher Straße betrachtet werden.

Um in dem Bereich am Senftenberger See perspektivisch weitere Freizeitanlagen anzusiedeln und den bestehenden Campingplatz weiterentwickeln und bauplanerisch ordnen zu können, soll das Areal mit einem B-Plan überzogen werden. Das soll zügig geschehen. Denn bereits für den Winter 2018/19 soll am Campingplatz ein neues Sanitärgebäude gebaut werden. Die Finanzierung dieser Planungen ist im 2018er-Wirtschaftsplan des Zweckverbandes fest integriert.

Das ist auch beim Bebauungsplan „Hafendorf Sedlitzer Bucht“ der Fall. Mit diesem B-Plan soll der am Sedlitzer Hafen geplante öffentliche Wasserwanderrastplatz, ein Badestrand mit Parkplatz und ein dazugehöriges Funktionsgebäude auf den Weg gebracht werden. Zugleich sollen auf dem etwa acht Hektar großen Planungsareal alle Voraussetzungen für die Errichtung von touristischen Unterkünften, Freizeitanlagen, Gastronomie und Wohnbebauung planungsrechtlich geschaffen werden. Die Planungen sind zum Beispiel für die Verlegung der Trinkwasserleitungen für das Hafendorf sehr wichtig. Mit diesem neuen B-Plan Nummer 21 stellt der Seenland-Zweckverband zugleich alle seine seit 2013 verfolgten Planungen für ein Lagunendorf Sedlitz ein.

Zwei neue Bebauungspläne betreffen den Großräschener See, für den sich Verbandsvorsteher Volker Mielchen für die nächsten Jahre entscheidende Fortschritte in der touristischen Nutzung des Sees erhofft. Baurecht soll zum Beispiel für ein auf der Victoriahöhe geplantes Wassersportgelände geschaffen werden. Der Ilse Seesportverein Großräschen möchte auf dem etwa 1,5 Hektar großen Areal am Seeufer ein Vereinsgelände für die Ausübung von Wassersport errichten. Die Stadt Großräschen stellt dem Verein das entsprechende Grundstück zur Verfügung - der Investor übernimmt im Gegenzug die Kosten für den B-Plan.

Näher in den Fokus rückt auch der „Stadtstrand Großräschen“. Unter diesem Titel entsteht ebenfalls ein Bebauungsplan, der Voraussetzung für die Errichtung eines öffentlichen Badestrandes mit Parkplatz und Funktionsgebäude am Großräschener See ist. „Wir streben an, dass ab 2019 der Strand in Nutzung gehen soll“, erklärt Volker Mielchen. Dass das Baden noch 2018 möglich wird, hält der Verbandsvorsteher dagegen eher für unwahrscheinlich.

Am Stadthafen von Großräschen läuft die Wanne voll. In unmittelbarer Nachbarschaft sollen ein öffentlicher Stadtstrand und an der Victoriahöhe ein Wassersport-Vereinsgelände gebaut werden. Mit Bebauungsplänen werden jetzt die Voraussetzungen für diese Bauvorhaben geschaffen.
Am Stadthafen von Großräschen läuft die Wanne voll. In unmittelbarer Nachbarschaft sollen ein öffentlicher Stadtstrand und an der Victoriahöhe ein Wassersport-Vereinsgelände gebaut werden. Mit Bebauungsplänen werden jetzt die Voraussetzungen für diese Bauvorhaben geschaffen. FOTO: Steffen Rasche