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| 15:56 Uhr

Immer wieder Unfälle
B 169: Verkehrsinseln in Sedlitz sorgen für Ärger

 Die stark kurvigen Seditzer Verkehrsinseln an den beiden Ortseingängen bleiben ein Ärgernis für Auto- und insbesondere für Lkw-Fahrer.
Die stark kurvigen Seditzer Verkehrsinseln an den beiden Ortseingängen bleiben ein Ärgernis für Auto- und insbesondere für Lkw-Fahrer. FOTO: Richter-Zippack
Sedlitz. Zu eng, zu kurvig: In Sedlitz kollidieren Lkw oder Pkw regelmäßig mit den Verkehrsinseln. Abhilfe ist nicht in Sicht. Von Torsten Richter-Zippack

Erst kurz vor Weihnachten hat es wieder an einer der beiden verschwenkten Verkehrsinseln an den Ortseingängen von Sedlitz gekracht. Ein Auto hatte dort den Bordstein touchiert. 5000 Euro Schaden waren die Folge. Dennoch sieht der Landesbetrieb Straßenwesen als zuständige Behörde keinen Handlungsbedarf. „Die Unfälle resultieren in erster Linie auf unangepasster Geschwindigkeit. Dabei sind es meist Lkw-Fahrer, die dann zu spät erkennen, dass sich dort Verkehrsinseln befinden“, sagt Torsten Wiemer vom Landesbetrieb. Tatsächlich donnern manche Brummifahrer direkt über die Inseln. Davon zeugen zahlreiche auf der Fahrbahn befindliche Schottersteine, die normalerweise die Inseln auskleiden.

Die Mittelinseln dienen nach Angaben der Behörde der Verkehrsberuhigung. „Ziel ist ganz klar, die Geschwindigkeit auf die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren“, stellt Torsten Wiemer klar. Bauliche Veränderungen seien nicht vorgesehen.

Wer allerdings aus Richtung Cottbus kommend nach Sedlitz einfährt, muss eigenen Recherchen zufolge von 100 auf 50 Stundenkilometer herunter bremsen. Besonders ortsunkundige Autofahrer sind dann über die Insel-Schikane erschrocken. Von Senftenberg her sorgt derzeit die Baustelleneinfahrt zum Sedlitzer See mit ihrem Tempolimit von 50 Stundenkilometern für eine gewisse Entspannung. Diskutiert wird nun über eine mögliche nächtliche Beleuchtung der Verkehrsinseln.

Die Stadt Senftenberg hatte deswegen den Landesbetrieb bereits im Mai 2017 angeschrieben. Nach Angaben von Frank Hellmund, Leiter des Senftenberger Tiefbauamtes, sind für die Erweiterung der bestehenden Beleuchtung bis zu den Verkehrsinseln pro Seite vier bis fünf Lichtpunkte erforderlich. Allerdings befinden sich laut Hellmund die Inseln außerhalb der Ortsdurchfahrt. Zudem gibt es dort weder Rad- noch Gehwege. Somit bestehe für die Kommune keine Veranlassung, eine Beleuchtung zu installieren. Der Landesbetrieb Straßenwesen sagt hingegen, dass die Stadt Senftenberg dafür zuständig sei.