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| 18:55 Uhr

Feuerwehr im OSZ in Sedlitz
Übung mit Atemschutz und verletztem Schüler

Sedlitz. Die Feuerwehr hat am Mittwoch den Ernstfall am Oberstufenzentrum in Sedlitz geprobt. Der Stadtbrandmeister ist zufrieden. Von Manuel Lauterborn

Von hinten links kommt ein Husten. Die beiden Feuerwehrleute drehen sich um. Durch den dichten Rauch ist fast nichts zu sehen. Die Retter tasten sich im Klassenzimmer zwischen den Pulten und Stühlen langsam vor und entdecken den Schüler, der auf dem Boden liegt. Was sehr real wirkt, ist an diesem Nachmittag allerdings nur eine Übung. Die Feuerwehr hat am Mittwoch am Oberstufenzentrum Lausitz (OSZ) in Sedlitz einen Rettungseinsatz geprobt.

Um 13.32 Uhr schrillt der Alarm und so mancher Schüler des OSZ zuckt zusammen. „Im Unterricht war es gerade sehr still. Wir haben uns erst einmal erschrocken“, berichtet Benjamin Hoyer. Wie der angehende Kaufmann für Büromanagement verlassen auch alle anderen Schüler zügig und geordnet das Gebäude. Zusammen verfolgen sie vom Eingang der Turnhalle aus, wie nur wenige Minuten später insgesamt fünf Feuerwehren mit ihren Einsatzwagen auf den Schulhof fahren.

„Ein Lehrling fehlt“, berichtet Lehrer Ronald Nowak, der die Übung geplant und eigens dafür eine Nebelmaschine organisiert hat. Um den Vermissten zu finden, ziehen sich zwei Retter Atemschutzmasken an und erkunden das Gebäude. Als sie die Tür im ersten Stock öffnen, quillt ihnen Rauch entgegen. Sie schauen im Klassenraum gegenüber nach – und hören das Husten.

„Es war schon komisch, auf dem Boden zu liegen und zu warten, was passiert“, schildert Oliver Kilisch, nachdem die Einsatzkräfte ihn aus dem Klassenraum befreit haben. Nowak hatte den 26-Jährigen erst kurz zuvor für die Rolle des Vermissten ausgesucht. „Die Feuerwehr war aber sehr schnell und hat alles gut kontrolliert.“ Zu diesem Schluss kommt auch Senftenbergs Stadtbrandmeister Frank Albin. „Es lief gut. Die ersten Einsatzkräfte waren sieben Minuten, nachdem sie alarmiert wurden, an der Schule.“ Nach dem Einsatz lobt er seine 21 Kollegen, die aus Senftenberg, Sedlitz, Groß Koschen und Klein Koschen ausgerückt sind. Und Nowak fasst zusammen: „Als Lehrer würde ich sagen: Das Lernziel ist erreicht.“