ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:09 Uhr

Sedlitz: Neue Namen nur unter Zwang

Sedlitz.. Die Sedlitzer bleiben dabei: Neue Straßennamen in ihrem Ort, nur weil das Innenministerium glaubt, dass wegen doppelter Straßennamen Briefe nicht ankommen oder Rettungskräfte ihren Einsatzort nicht finden – nicht mit uns. Daniel Preikschat

Jedenfalls sei das im Ortsbeirat herrschende Meinung, so Ortsbürgermeister Wolfgang Kaiser, und der Stadt Senftenberg kürzlich bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung auch so signalisiert worden. Wolfgang Kaiser: „Wir stimmen dem nicht zu und fassen keinen entsprechenden Beschluss.“
Allerdings: Sollte die Umbenennung - immerhin müssten die Sedlitzer so viele Straßen umtaufen, dass 85 Prozent der Bewohner betroffen wären - verfügt werden, will man nicht unvorbereitet sein. Im nächsten Senftenberger Amtsblatt wird der Ortsbeirat seine Namenvorschläge den Bürgern unterbreiten und die Reaktionen abwarten. „Wenn andere Vorschläge kommen und genügend Bürger dahinter stehen, akzeptieren wir das“ , sagt Wolfgang Kaiser.
Laut der Stadt Senftenberg brauchen zehn oder elf Sedlitzer Straßen einen neuen Namen, so Kaiser. Er nennt Beispiele: Die Mittelstraße könnte künftig An der Kirche heißen, die Spremberger Straße Sornoer Straße, die Hauptstraße Sedlitzer Hauptstraße. Weiter im Angebot hat der Ortsbeirat die Namen: Dörrwalder Straße, Schlesische Straße und Anna-Mathilde-Straße, benannt nach dem abgebaggerten Ortsteil. Eine Schlesische Straße, weiß Wolfgang Kaiser, hat es früher mal in Sedlitz gegeben.
Zwei Straßen könnten als Straßen-Abschnitte anderen Straßen zugeschlagen werden und deren Namen mit übernehmen.