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| 02:55 Uhr

Schwimmende Häuser als Exportschlager

Ein erfolgreiches Lausitzer Produkt: die schwimmenden Häuser auf dem Geierswalder See.
Ein erfolgreiches Lausitzer Produkt: die schwimmenden Häuser auf dem Geierswalder See. FOTO: BTU
Senftenberg/Großräschen. Die Brandenburgische-Technische Universität (BTU) Cottbus – Senftenberg forscht zu schwimmender Architektur und gibt das Wissen an Ingenieurbüros, Architekten und Landschaftsplaner, Bau- und Umweltbehörden sowie Hersteller weiter. KaWe

Zum Thema "Schwimmende Architektur. Bauen am und im Wasser" startet jetzt auch eine von den Architekten- und Ingenieurkammern anerkannte Weiterbildung. Das bestätigt Dr. Peter Strangfeld vom Institut für schwimmende Bauten der Fakultät für Bauen.

Allgemeine und besondere gesetzliche Vorgaben weltweit und in Deutschland werden ebenso vermittelt wie wissenschaftlich-technische Details und planerische Aufgaben zum Bauen im und am Wasser. "Schwimmende Häuser werden auch in Deutschland zunehmend an Küsten und auf Gewässern errichtet. An die Fachwelt sowie Verwaltungen und Behörden stellen sie völlig neue Anforderungen. Sie dienen zudem der Aufwertung von Brachen, von Stadt- und Industriehäfen sowie von Tagebaufolgelandschaften und werden damit neuen Bedürfnissen gerecht", erklärt der Professor. Bedingt durch den Klimawandel und dem damit verbundenen Anstieg der Meeresspiegel, verminderten Abflussgradienten der Flüsse und einer Zunahme von Hochwasser-Ereignissen erlange die Besiedlung der Wasseroberflächen bereits heute für einige Küstenländer und Inselstaaten auch existenzielle Bedeutung. "Daraus ergeben sich für Exportnationen wie Deutschland vielfältige Chancen", so Strangfeld.

Die vier Teilmodule der Weiterbildung können neben einer beruflichen Tätigkeit jeweils freitags und sonnabends im IBA-Studierhaus Großräschen belegt werden. Gestartet wird mit städtebaulichen Aspekten, Standorten, gesetzlichen Vorgaben bis zu Planung und Materialeinsatz (10./11. April). Es folgen (am 8./9. Mai) außenklimatische Randbedingungen, Belastungen durch Wasserwellen und Eisangriff, Wasserchemie und Tragwerksentwürfe wie Pontons und Aufbauten. Weiter geht's im Programm (5./6. Juni) mit Fragen zu Baukonstruktionen sowie klassischen und alternativen Verfahren der Energieversorgung, zu Bauphysik und Raumklimatik, der Abwasser und Abfallentsorgung sowie Trink- und Brauchwasserversorgung. Die Wirtschaftlichkeitsanalyse (3./4. Juli) mit einer Exkursion zu schwimmenden Häusern im Lausitzer Seenland beinhaltet auch den Leistungsnachweis. Für Juli/August steht das Angebot einer Exkursion in die Niederlande zu spezifischen schwimmenden Bauten.

Zum Thema:
Weitere Informationen und Anmeldungen:Weiterbildung zu schwimmender Architektur10. April bis 31. JuliIm IBA-StudierhausKontakt:Viola Pieper, Weiterbildungszentrum der BTU Telefon 0355 693614weiterbildung@b-tu.deDr. Peter Strangfeld, Fakultät für Bauen, Institut für schwimmende BautenTelefon 0355 5818812Peter.Strangfeld@b-tu.de