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Schwarzheider verteilen Bestnoten

Marco Wolf.
Marco Wolf. FOTO: uhd
Schwarzheide. Werden Einwohner bewusst zum Thema Entwicklung befragt, bekommt die Stadt Schwarzheide gute bis sehr gute Noten zugesprochen. Die RUNDSCHAU hat sich im Ort umgehört und viel Positives erfahren. uhd

Eva Ihle: Schwarzheide hat sich sehr gut entwickelt - kein Vergleich mehr zu früher. Wir haben im Ort ausreichend Einkaufsmöglichkeiten. Manchmal gewinnt man den Eindruck, es sind vielleicht schon zu viele. Überaus positiv ist der Zugewinn an Sitzbänken, die sehr gern und oft genutzt werden. Stillstand ist in Schwarzheide nicht zu erkennen. Bester Beweis ist der Bau der neuen Sportstätte. Ich finde, dass Bürgermeister und Stadtverordnete eine gute Arbeit machen, auch wenn es Leute gibt, die vielleicht anderer Meinung sind.

Herbert Matheschke: Auf Anhieb fällt mir nicht ein, was Schwarzheide noch unbedingt benötigt. Ich denke, hier können alle Generationen zufrieden leben. Den ganz großen Vorteil macht wohl die BASF aus, die mit dazu beigetragen hat, dass sich die Stadt so gut entwickeln konnte. Es ist ein Glücksfall, dass das ehemalige Synthesewerk Schwarzheide gleich nach der politischen Wende von der BASF übernommen wurde. Ohne die Industrie im Rücken hätte die Stadt bestimmt auf viele Errungenschaften verzichten müssen.

Moritz Scholz (16): Hier lebt es sich ausgezeichnet. Kurzer Weg zum SeeCampus, zu den Geschäften und zum Kino, wofür uns viele beneiden. Gerade von uns Jugendlichen wird das Angebot gern angenommen. Was das Kultur- und Sportangebot angeht, gibt es keinen Grund zu klagen. Freizeitmöglichkeiten gibt es zur Genüge, eigentlich dürfte bei keinem in der Stadt die Langeweile aufkommen. Wenn ich weiß, wo es beruflich hingeht, könnte ich mir sehr gut vorstellen, nach Abitur, Ausbildung und Studium hier in Schwarzheide zu bleiben.

Marco Wolf: Im Grunde lebt es sich in Schwarzheide ziemlich entspannt. Was mir fehlt, ist eine Musik- oder Szenekneipe beziehungsweise eine Bar mit kleiner Bühne. Ich glaube schon, dass es in Schwarzheide und Umgebung genügend Bands, Interpreten oder Instrumentalisten gibt, die hier gern vor kleinem Publikum auftreten würden. Das trifft auch für Laienschauspieler und Hobby-Kabarettisten zu. Was den Kultursektor anbetrifft, hat Schwarzheide noch Luft nach oben. Als Musiker muss ich diese Meinung aber auch vertreten.

Zum Thema:
Schwarzheide hat am 11. Januar 1967 das Stadtrecht verliehen bekommen. Das Jubiläum wird hier gebührend gefeiert. Höhepunkt wird das Große Stadtfest auf dem Wasserturmplatz vom Freitag, dem 8., bis Sonntag, dem 10. September, sein. Der Heimatverein hat die Historie aufgearbeitet: in einer Chronik und auf zehn Schautafeln, die morgen an der Friedhofsmauer enthüllt werden.

Moritz Scholz.
Moritz Scholz. FOTO: uhd