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Schwarzheider überstehen trockenen Dienstag gut

Maik Konzack und Ondry Bruchholz von der Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft (SGL) Lauchhammer leisten zügig ganze Arbeit.
Maik Konzack und Ondry Bruchholz von der Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft (SGL) Lauchhammer leisten zügig ganze Arbeit. FOTO: Sattler/sam1
Schwarzheide. Die Bewohner der Viktoria-Siedlung in Schwarzheide-Ost haben den Dienstag auf dem Trockenen gut überstanden. Bei Reparaturarbeiten am Trinkwassernetz, wie gestern erforderlich, sind sie immer fällig.

Denn es führt nur eine Leitung zu den Häusern.

Das Einbinden der neuen Hauptversorgungsleitung für Schwarzheide-Ost ist planmäßig abgeschlossen worden. Das bestätigt Ulf Riska, der Sprecher der Betriebsgesellschaft des Wasserverbandes Lausitz (WAL-Betrieb). Eng abgestimmt mit der Baufirma, die an der Bundesstraße 169 durch die Ortslage arbeitet, und auch mit der von der Umbindung betroffenen BASF Schwarzheide ist das Werk vorzeitig vollbracht worden. Punkt 8 Uhr wurde der Hahn abgedreht. Bereits zur Mittagszeit konnte die Versorgung mit Trinkwasser abschnittweise wieder aufgenommen werden. Für den Nottropfen stand der Wasserwagen bereit. "Derart umfangreiche Unterbrechungen der Trinkwasserversorgung sind schon eine große Herausforderung, besonders wenn so viele Kunden betroffen sind", erklärt Roger Lucchesi, technischer Leiter des Unternehmens. Umso erfreulicher sei, dass das Nass deutlich früher als geplant wieder angestellt werden konnte. Die Anwohner waren im Vorfeld der Bauarbeiten bestens informiert und blieben locker. Cindy Schwarz (30) Bayern ist zu Besuch in Schwarzheide. "Wir haben die Töpfe und Eimer vorsorglich gefüllt", erzählt sie. "Das ist ja eine Ausnahme." Auch Günter Münnich (81), der zur Mittagszeit mit dem Fahrrad auf dem Heimweg in die August-Bebel-Straße ist, erklärt sichtlich entspannt: "Ich habe mir einen Eimer Wasser bereitgestellt. Mehr brauche ich nicht, denn ich wohne allein. Meine Frau ist vor drei Jahren verstorben." Dass die Wasserversorgung ganz unterbrochen werden musste, sei schon lange nicht mehr der Fall gewesen. "Wahrscheinlich war meist irgendwo auf Achse, wenn an der Leitung gearbeitet wurde", erklärt der Schwarzheider verschmitzt.