ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:13 Uhr

Rückkehrertage 2018
Erfolgreiche Wiederkehrin die Lausitzer Heimat

 Sten Seliger betreut für seinen Arbeitgeber den Infostand.
Sten Seliger betreut für seinen Arbeitgeber den Infostand. FOTO: Peter Aswendt
Schwarzheide/Finsterwalde. Die Rückkehrertage stehen bevor. Sten Seliger ist dort Berater und erst vor zwei Jahren selbst heimgekehrt. Von Peter Aswendt

Mit atemberaubender Geschwindigkeit ging es für Sten Seliger zurück in seine Heimat nach Finsterwalde. Beim ersten Rückkehrertag in Finsterwalde vor zwei Jahren war der 35-Jährige noch ein Rückkehrwilliger. Gerade einmal ein Jahr später betreute er bei der gleichen Veranstaltung den Stand seines neuen Arbeitgebers. „Ich konnte natürlich mit meinen authentischen Erfahrungen bei der Rückkehr in die Heimat wertvolle Tipps geben“, beschreibt er das große Interesse der zahlreichen Besucher im vergangenen Jahr. Dass es überhaupt zu einem Weggang aus der Heimat kam, war wie bei vielen jungen Menschen der beruflichen Ausbildung geschuldet.

Nach dem Abitur im Jahr 2003, das Sten Seliger am Sängerstadt-Gymnasium in Finsterwalde ablegte, ging es zunächst zur Bundeswehr nach Holzdorf. Mit einem Studiengang in Magdeburg konnte er sich nicht anfreunden, weshalb er in der Bördestadt eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation absolvierte. Nach kurzer Arbeitsphase stand für Seliger fest: Es muss sich etwas ändern. „Da meine Ausbildungszeit nicht so schlecht lief und ich Gefallen am Lernen gefunden hatte, entschloss ich mich zu einem Studium in Leipzig“, beschreibt er seinen weiteren Werdegang. Dann, als frischgebackener Bachelor, wollte er eigentlich in der sächsischen Metropole bleiben, doch die Liebe kam dazwischen. „Ich lernte meine Freundin bei einem Besuch in der Heimat, genauer gesagt im Landei Lugau kennen“, berichtet er. Im Jahr 2011 beschlossen die beiden, sich in Berlin niederzulassen: „Meine Freundin musste noch ihr Lehramtsstudium in Potsdam zu Ende bringen und eine Fernbeziehung war nichts für uns“, erinnert sich Sten Seliger. Ein erster Job als Redaktionsassistent bei einem Wirtschaftsmagazin und der spätere Wechsel zu einem namhaften Blumenversender, wo er für das Kundenmagazin verantwortlich war, förderten seine berufliche Karriere. Als jedoch im Jahr 2014 Sohn Aaron zur Welt kam, sind die Gedanken des Paars an eine Rückkehr nach Finsterwalde konkreter geworden: „Die Familie stand jetzt im Vordergrund. Da überlegt man schon, inwiefern das Umfeld in der Heimat doch mehr Qualität bietet“, weiß Sten Seliger.

Nach erfolgreicher Beendigung des Referendariats von Freundin Annekatrin war der Beschluss gefasst und der eingangs erwähnte Besuch des Rückkehrertags in Finsterwalde sorgte für die nötigen Kontakte. „Uns hat auch das Netzwerk Comeback Elbe-Elster geholfen, indem ich ermutigt wurde, Initiativbewerbungen zu schreiben“, zeigt sich Sten Seliger dankbar. Heraus kam ein Job in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Firma Kröger in Massen. Bei den zweiten Rückkehrertagen des Regionalen Wachstumskerns Westlausitz (RWK) stand dann Sten Seliger selbst am Stand des Unternehmens und konnte rückkehrwilligen Besuchern wertvolle und selbst erlebte Erfahrungen vermitteln.