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| 02:44 Uhr

Schwarzheide feiert ein ganzes Jahr lang

Aus den Dörfern Naundorf und Zschornegosda hat sich Schwarzheide zu dem entwickelt, was es heute ist: eine moderne, kleine Stadt.
Aus den Dörfern Naundorf und Zschornegosda hat sich Schwarzheide zu dem entwickelt, was es heute ist: eine moderne, kleine Stadt. FOTO: Stadt
Schwarzheide. Heute, auf den Tag genau vor 50 Jahren, hat die damalige Industriegemeinde Schwarzheide das Stadtrecht erhalten. Dieses Jubiläum wird 2017 ausgiebig gefeiert. Mit Beatles-Musik geht es an diesem Sonnabend los. Manfred Feller

Die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag von Schwarzheide können beginnen. Heute vor einem halben Jahrhundert ist das Stadtrecht verliehen worden. Schirmherr des Jubiläumsjahres ist Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woitke (SPD).

Der diesjährige Veranstaltungsreigen beginnt mit einer großen Party am Sonnabend im Wandelhof. Neben den eingeladenen Offiziellen werden auch Hunderte Schwarzheider mitfeiern. "Es gibt nur noch ein paar Restkarten", zeigt sich Ute Kolanowski, Sachgebietsleiterin Wirtschaftsförderung in der Verwaltung, mit der Resonanz zufrieden. Bevor "The Silver Beatles" als Coverband die alten Hits aufleben lassen, wird es eine kurzweilige Eröffnung geben. Dazu gehört die Premiere des Jubiläumsliedes "Stadt mit Pepp". Die dazugehörige CD ist gepresst und kann ab der dritten Kalenderwoche erworben werden.

Lange Reden soll es bei der Festveranstaltung nicht geben, verspricht Cheforganisatorin Ute Kolanowski. Dafür werden in einem Film viele junge und ältere Schwarzheider zu Wort kommen und sagen, warum sie gern in ihrer Stadt leben.

Nach Auskunft von Bürgermeister Christoph Schmidt (parteilos) werden die vielen Jubiläumsveranstaltungen nicht nur für die Schwarzheider organisiert, sondern auch mit deren Unterstützung. Das stärke einerseits die Verbundenheit, habe aber auch einen ernsten Hintergrund. Als vor etwa zwei Jahren im Parlament der Beschluss gefallen war, dass der Geburtstag gefeiert wird, sei die finanzielle Lage nicht absehbar gewesen. "Es sieht für 2017 nicht so gut aus", sagt der Bürgermeister, bleibt aber optimistisch. Vorausschauend wurden Gewerbetreibende und Firmen um Unterstützung gebeten. 28 haben sich bislang mit Sponsoringverträgen im Gesamtwert von etwa 20 000 Euro verpflichtet, Veranstaltungen oder Teile davon finanziell zu tragen. Zusätzlich wurden die Aktion "50 Cent für mein Schwarzheide" ins Leben gerufen und ein Spendenticker eingerichtet. Beide kommen gut an. Stand bei Letzterem: 4201 Euro.

Druckfrisch auf dem Tisch liegt die "Chronik Schwarzheide". In dieser kompakten Form hat es die Geschichte der Dörfer, aus denen eine Stadt erwachsen ist, noch nicht gegeben. Der Jubiläumsband ist in drei Teile gegliedert. Teil 1 von den Anfängen bis zum Jahr 1967 lag in den Händen von Doris Lanzke vom Kultur- und Heimatverein. Autor des zweiten Teil ist das Vereinsmitglied Torsten Richter-Zippack. Teil 3 hat federführend Steffen Exler, Lehrer am Gymnasium, bearbeitet. In diesem "bunten Teil" stellen zum Beispiel Kinder und Jugendliche ihre Sicht auf die Stadt dar. Die Chronik umfasst 350 Seiten.

Doch damit nicht genug. An das Stadtjubiläum erinnern auch Druckerzeugnisse und Souvenirs. Der Jahresfamilienkalender ist fast vergriffen. Ein bleibendes Andenken mit Wert sind die Medaillen-Sonderprägungen mit Unterstützung der Sparkasse Niederlausitz. Zu sehen sind Stadtansicht und Wappen. Geprägt wurde Feinsilber mit und ohne Vergoldung.

Darüber hinaus gibt es neue zeitlose Postkarten, in einer Auflage von 600 Stück fast vergriffene Einkaufswagenchips (zweite Auflage vorgesehen), Anstecker, Kugelschreiber, bereits restlos verkaufte USB-Karten und nicht ganz kostengünstige Glasquader mit dem dargestellten Wasserturm im Inneren.

Alle Aktivitäten rund um das Schwarzheider Jubiläum werden von einem etwa 40-köpfigen Festkomitee vorbereitet. Darunter sind Vertreter unter anderem aus der Verwaltung, aus den Bereichen Kindertagesstätten und Schule, aus Vereinen und Kirchen. Auch viele andere Ehrenamtliche wirken mit.