ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:01 Uhr

Tote Fische und Muscheln im Flussbett
Schwarze Elster in Senftenberg ausgetrocknet

Erschreckend schön: Die Schwarze Elster, wie hier an der Senftenberger Stadtgrenze mit Blick nach Sachsen, ist wegen der anhaltenden Dürreperiode an vielen Stellen ausgetrocknet.
Erschreckend schön: Die Schwarze Elster, wie hier an der Senftenberger Stadtgrenze mit Blick nach Sachsen, ist wegen der anhaltenden Dürreperiode an vielen Stellen ausgetrocknet. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Senftenberg. Das Flussbett bei Senftenberg ist ohne Wasser. Von Jan Augustin

Die Hitzewelle hat der Schwarzen Elster in Senftenberg das Wasser geraubt und sie austrocknen lassen. Das freigelegte Flussbett bringt etliche Muscheln und stellenweise tote Fische zu Tage. Weil das Gewässer bei Senftenberg kaum von anderen Zuflüssen profitiert, ist die Situation in diesem Bereich besonders extrem. Das bestätigt Susann Kagelmacher vom Gewässerverband „Kleine Elster – Pulsnitz“, der im Auftrag des Landesumweltamtes für die Unterhaltung des Gewässers erster Ordnung mit höchster Abflusspriorität zuständig ist. „Es sieht dramatisch aus und ist dem Wetter geschuldet“, bringt es die Verbandsingenieurin auf den Punkt.

Der ungewöhnliche Anblick des verdorrten Flusses wird durch wucherndes Schilf und Unkraut verstärkt. Eine vor Kurzem geplante Entkrautung der Mittelwasserrinne musste abgeblasen werden, weil schlichtweg das Wasser für das dafür benötigte Boot fehlt, erläutert Susann Kagelmacher. Ab September soll die normale Unterhaltung mit Baggertechnik erfolgen. Ähnliche Situationen habe es in den Jahren 2003 und 2010 gegeben. Wann wieder Wasser in der Schwarzen Elster fließt, kann Susann Kagelmacher auch nicht sagen. Ein einziger Regenguss werde jedenfalls nicht ausreichen. Und die Wetterprognosen für die nächsten Tagen sagen keine großen Änderungen vorher.