Aufträge im Wertumfang von knapp 4,7 Millionen Euro will die Stadt im nächsten Jahr auslösen. Das sind 1,68 Millionen Euro weniger als 2005. Hinzu kommen allerdings bereits verplante, zweckgebundene 2,1 Millionen Euro, die in den Ausbau der Regenentwässerung fließen. Lauchhammer hat sich dem Wasserverband Lausitz angeschlossen, der gegenwärtig dabei ist, große Teile der Stadt an die zentrale Abwasserentsorgung anzuschließen. Um die Straßen nicht noch einmal aufreißen zu müssen, wird die Regenentwässerung gleich mit verlegt. Dafür nimmt Lauchhammer Kredite auf.
Größter Posten im neuen Vermögenshaushalt soll die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Stadtteil West werden. 1,14 Millionen Euro sind hierfür vorgesehen. Die Stadt muss davon nur zehn Prozent aufbringen. Den Großteil schießt das Land aus dem Topf zur Förderung von Verknüpfungspunkten des ÖPNV zu. Der Landkreis soll für diesen Zweck weitere Landesmittel nach Lauchhammer umleiten. Der nicht gerade vorzeigbare West-Bahnhof erhält auch einen Bahn-Bus-Kombibahnsteig. Gefördert werden ebenso ÖPNV-Projekte in Lübbenau (neue Parkplätze und Haltestellen am Bahnhof) und Vetschau (Bahnhofsvorplatz und Kombi-Bahnsteig).
In die zu zwei Dritteln geförderte Stadtzentrumssanierung fließen kommendes Jahr 707 000 Euro. Schwerpunkte sind die im Sanierungsgebiet liegenden Abschnitte der Alten Garten-, Max-Baer- und der Friedrichsthaler Straße. Sie werden umgestaltet.
Eine halbe Million Euro verschlingen weitere Abriss- und Aufwertungsmaßnahmen. Dazu gehört die ehemalige Realschule in West, die von der Bildfläche verschwinden wird.
Für die geplante Sport(zweifach)halle an der Oberschule in der Naundorfer Straße werden zunächst 180 000 Euro, insbesondere für die Planung, in die Hand genommen. Der eigentliche 2,6-Millionen-Euro-Bau wird 2007 aus dem Boden wachsen. Dafür erhalte die Stadt vom Land ein zinsfreies Darlehen. Kämmerer Frank Lehner hofft, dass die Kommunalaufsicht des Landkreises dafür trotz des Haushaltsdefizites grünes Licht gibt. Er ist vorsichtig optimistisch. Denn auch dem mächtig in der Kreide stehendem Landkreis selbst sei diese Art der Finanzierung gewährt worden, als dieser das Gymnasium Senftenberg saniert hat.
Von verbessernden Maßnahmen im Zuge des Abwasser- und Regenwasser-Leitungsbaus abgesehen, wird Lauchhammer 2006 keine Anliegerstraße sanieren, obwohl der Bedarf enorm ist. Es gibt noch viele sandige Pisten, die die Anwohner trotz eigener Kosten aus der Welt haben wollen.
Ernst wird es bald auch mit der ersten Brücke über die die Stadt trennende Bahnlinie. Knapp 93 000 Euro rollen nächstes Jahr in die Bauvorbereitung des Millionenprojektes am Marktkauf. Weiteres Geld fließt in die dazugehörige Zentrumsumfahrung in Richtung Norden. Die Stadt beteiligt sich hierbei am Ausbau einer LMBV-Betriebsstraße, damit diese später von allen genutzt werden kann.

Hintergrund Weitere Investitionen
  510 000 (zumeist geförderte) Euro sollen in den Ausbau der Verbindungsstraße zum Erholungsgebiet Grünewalder Lauch fließen.
120 000 Euro sind für Gerätehäuser der Feuerwehr vorgesehen. Einen Anbau braucht zum Beispiel die Wehr Grünewalde, die zudem in den nächsten Jahren auf einen Ersatz ihres Autos (LO, Baujahr 1974) hofft.
Mehr als 200 000 Euro fließen in Kitas, wo überwiegend weitere Sicherheitsauflagen zu erfüllen sind.