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| 01:29 Uhr

Schwabe will am Sedlitzer See Hausflöße bauen

Frank Neubert, Wirtschaftsförderer Foto: Feller
Frank Neubert, Wirtschaftsförderer Foto: Feller FOTO: Feller
Senftenberg. Wie erfolgreich die Teilnahme der Lausitz und speziell der Wachstumskernstädte rund um Senftenberg bei der großen Immobilienmesse Expo Real in München gewesen ist, das werden die nächsten Monate zeigen. „Wer glaubt, bei einer Messe sofort Verträge unterschreiben zu können, der wird enttäuscht“, sagt Frank Neubert, Wirtschaftsförderer in der Kreisstadt. mf

“Wir sind nicht die Metropolregion Köln/Bonn, sondern die Lausitz, die im Wettbewerb der Regionen weiterhin auf sich aufmerksam machen muss.„

Mit leeren Händen sei die Messe, bei der die regionalen Vertreter insbesondere Gewerbegrundstücke aus dem Süden des Landkreises OSL angeboten haben, dennoch nicht verlassen worden. “Ein Einkäufer für verschiedene Investoren aus den USA hat sich sehr für das Seenland interessiert. Er wollte wissen, welche Hotelkapazitäten geplant sind, was es mit den schwimmenden Häusern auf sich hat und wo er eine Werkzeugfertigung für Kunden in Deutschland aufbauen kann„, berichtet Frank Neubert.

Konkretere Vorstellungen habe ein Hausfloßbauer aus dem Schwäbischen. Er suche im Osten einen Produktionsstandort direkt am Wasser. Angeboten wurde ihm das geplante Gewerbegebiet am Nordufer des Sedlitzer Sees. Für dieses Areal gebe es laut Wirtschaftsförderung eine Reihe weiterer Interessenten aus der Bootsbranche.

Ein Geschäftsmann aus Lübeck möchte sich an einem der künftigen Stadthäfen in Senftenberg oder Großräschen niederlassen. Seine Idee sei, einen Bootszubehörhandel mit Bootsverleih und Service rund um die Wasserfahrzeuge anzubieten.

Neubert rechnet nach “vielen intensiven Messegesprächen„ mit weiteren Anfragen. Dutzende seien seit der Rückkehr bereits per E-Mail eingegangen. Andere würden folgen, wenn die Interessenten die vergriffenen Kataloge vom Südbrandenburger Messestand und jene vom Wachstumskern Westlausitz ausgewertet haben. Die Nachbetreuung der möglichen Flächenkäufer und Investoren werde die nächsten Monate in Anspruch nehmen. Der Wirtschaftsförderer ist sich sicher, dass da was hängen bleibt.

Vielleicht sogar im Nachgang der Auktion von Verkaufsoptionen für Gewerbegrundstücke. Neubert, der in München selbst den Hammer geschwungen hatte, konnte drei Zuschläge erteilen. “Darunter ist ein Österreicher, der sich das Grundstück im November ansehen will„, hofft Frank Neubert auf einen Erfolg. Die Auktion selbst habe für einiges Aufsehen bei den Fachbesuchern in München gesorgt. “Die Leute standen in Fünferreihen„, freut sich der Senftenberger über den gelungenen Auftritt.