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| 17:50 Uhr

Brennender Dachstuhl in Meuro
Schreckensszenario unter Drogen: Feuer zerstört vier Wohnungen

Glück im Unglück hatten die Bewohner der vier Dachgeschosswohnungen am Donnerstagabend im Wohnpark Barranmühle. Wenngleich die Feuersbrunst ihr Zuhause zerstört hat, sind alle Bewohner unverletzt geblieben.
Glück im Unglück hatten die Bewohner der vier Dachgeschosswohnungen am Donnerstagabend im Wohnpark Barranmühle. Wenngleich die Feuersbrunst ihr Zuhause zerstört hat, sind alle Bewohner unverletzt geblieben. FOTO: Mirko Sattler
Meuro. 87 Kameraden rücken mit 21 Fahrzeugen zur Brandbekämpfung in den Meuroer Wohnpark Barranmühle an. Rentnerin und zwei Familien mit Kindern in Sicherheit. Von Andrea Budich

Als die Pieper am Donnerstagabend bei den Kameraden der Schipkauer Wehr Alarm schlagen, sitzen die Ortswehrführer mit Bürgermeister und Gemeindewehrführer Klaus Prietzel (CDU) zur Beratung zusammen und diskutieren über die Einsatzbereitschaft der Wehr.

„Dass wir in diesem Moment zum bisher größten Einsatz des Jahres im Gemeindegebiet gerufen werden, hat niemand geahnt“, sagt Klaus Prietzel am Tag danach.

Eine dicke schwarze Rauchsäule, die bedrohlich in den Abendhimmel ragt, lotst gegen 18.20 Uhr nicht nur die Kameraden der Schipkauer Wehr zur Meuroer Buchenstraße, sondern insgesamt 87 Kameraden mit 21 Fahrzeugen aus Großrä schen, Sallgast und Senftenberg.

Beim Eintreffen schlagen die Flammen bereits aus dem brennenden Dachstuhl des Mehrfamilienhauses im Wohnpark Barranmühle. In der Küche einer Dachgeschosswohnung hatte ein Bewohner versucht, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. „Durch diesen untauglichen Versuch breitete sich das Feuer rasend schnell aus“, erklärt Polizeisprecher Torsten Wendt. Damit war auch das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Wohnungen trotz Einsatzes des Hubsteigers aus Senftenberg und der Drehleiter aus Großräschen nicht mehr zu verhindern.

Umso erleichterter ist Schipkaus Gemeindechef Klaus Prietzel, dass kein Bewohner zu Schaden gekommen ist. Alle Brandopfer aus den betroffenen Wohnungen konnten sich selbstständig noch vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie retten. „Da ist mir ein ziemlich großer Stein vom Herzen gefallen“, atmet der Bürgermeister auf. Er hat sich gleich an Ort und Stelle bis kurz vor 22 Uhr um Unterkünfte für die Betroffenen gekümmert. Im Gespräch waren sowohl möblierte Wohnungen der KWG in Schipkau als auch das Gasthaus Hirrig in Meuro. Am Ende sind die beiden Familien mit insgesamt vier Kindern und die alleinstehende Rentnerin aber bei Familienangehörigen untergekommen.

Unbewohnbar sind nach dem verheerenden Dachstuhlbrand nach Polizeiangaben vier Wohnungen. Bei dem 24-jährigen Brandverursacher hat ein Test eine positive Reaktion auf den Konsum der Droge Amphetamin ergeben. Das hat am Freitag Polizeisprecher Torsten Wendt bestätigt.