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| 02:52 Uhr

Schradenmuseum packt erneut die Koffer

Das Stadtgeschichts- und Schradenmuseum muss die Böhmische Villa räumen und zieht jetzt ins Zentrum von Ortrand.
Das Stadtgeschichts- und Schradenmuseum muss die Böhmische Villa räumen und zieht jetzt ins Zentrum von Ortrand. FOTO: Sattler/sam1
Ortrand. "Die Kultur kam mit der Eisenbahn." Mit diesen Worten begrüßte der Heimatforscher Reinhard Kißro am vergangenem Sonntag interessierte Bürger im Stadtgeschichts- und Schradenmuseum gegenüber dem Bahnhof. Mirko Sattler / sam1

Der Heimatforscher und Danny Duismann vom Heimatverein luden zur Vernissage und zu einer letzten Führung ein. Nachdem das Museum schon mehrere Male umgezogen und im Jahre 2000 das jetzige Haus fand, heißt es nun erneut Koffer packen. Auf Grundlage des neuen Vereinskonzeptes der Stadt Ortrand wird es künftig nur zwei Vereinshäuser in der Pulsnitzstadt geben. "Der Heimatverein wird nun ins Vereinshaus II im Stadtzentrum ziehen. Damit hoffen wir, dass es noch besser angenommen wird. Die Böhmische Villa, wo sich das Museum bis jetzt befand, geht an einem Privatinvestor", so der stellvertretende Bürgermeister Nico Gebel.

Mit dem Umzug geht das Schradenmuseum wieder an seinem ursprünglichen Platz zurück. Rund 18 000 Exponate aus der Ausstellung und aus den Magazinräumen müssen nun verpackt und für den Abtransport vorbereitet. "In unserer neuen Wirkungsstätte stehen uns 240 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Diese werden wir aufteilen in ein Drittel Ausstellung und zwei Drittel Magazinräume. Ein Museum lebt von seinen Magazinen", so Heimatvereinsvorsitzender Danny Duismann. Durch die geringere Nutzungsfläche gegenüber dem alten Standort, wird es deutlich öfter Ausstellungsveränderungen geben. "Die Ur- und Frühgeschichte sowie die Joachim Schmidt-Galerie werden als Dauerausstellung eingerichtet. Neben diesen wird es Sonderausstellungen geben. Wie die aussehen werden, weiß ich heute noch nicht", verriet der 40-jährige Duismann.

Aus eigener Kraft werden es die Heimatforscher um Kißro und Duismann nicht schaffen, die vielen Exponate ins neue Heim zu bekommen. "Der Heimatverein bekommt Hilfe von anderen Vereinen der Stadt. So haben schon jetzt Sportler und Jäger ihre Unterstützung bekräftigt. Des Weiteren kommt Hilfe von Schülern", weiß das stellvertretende Stadtoberhaupt. Fünf Vereine werden nun im neuen Vereinshaus am Kirchplatz ein neues Zuhause finden. Den größten Teil des Hauses nimmt dabei das neue Museum ein. Nach Aussage von Danny Duismann wird es wohl ein Viertel Jahr dauern, bis die neue Ausstellung besichtigt und das Museum offiziell eröffnet wird.