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| 02:54 Uhr

Schotten dicht nach Badegäste-Rekord

Aufräumen und winterfestmachen nach dem großen Ansturm im Hitze-Sommer. Strandbad-Betreiber René Kilias aus Lauchhammer-West klappt die Liegen zusammen. Sie werden pünktlich zur Saisoneröffnung zum Männertag 2016 wieder rausgeholt.
Aufräumen und winterfestmachen nach dem großen Ansturm im Hitze-Sommer. Strandbad-Betreiber René Kilias aus Lauchhammer-West klappt die Liegen zusammen. Sie werden pünktlich zur Saisoneröffnung zum Männertag 2016 wieder rausgeholt. FOTO: Steffen Rasche/str1
Kreis. Mit dem Herbstbeginn am Mittwoch ist die Freibad-Saison endgültig Geschichte. Was alle drei Freibäder in Großräschen, Lauchhammer und Hosena eint: Im Supersommer mit Hitzetagen bis zu knapp 40 Grad Celsius und anhaltender Trockenheit kamen so viele Badegäste wie lange nicht mehr. Andrea Budich

"Es war mit Abstand der beste Sommer, der uns eine überdurchschnittliche Saison beschert hat", sagt René Kilias als Betreiber des Strandbades Lauchhammer-West. "Von so einem Sommer träumt jeder Freibadbetreiber", schiebt er hinterher, wenngleich er keine Zahlen nennt. Für ihn ist es die vierte Freiluftsaison. Dass es am Ende eine Spitzensaison wird, war nach einem eher verhaltenen Sommerstart nicht zu erwarten. "Ab Ende Juni hat der Sommer dann aber richtig Gas gegeben in der Lausitz", blickt Kilias zurück. Den größten Badegäste-Ansturm hat er an den Hitze-Tagen vom 5. bis 7. Juli erlebt. Auffallend in diesem Sommer für ihn war, dass viele Einheimische das von zwei Quellen gespeiste Naturbad mit Enkelkindern aus westlichen Bundesländern neu für sich entdeckt haben. Die Investition für die neue Riesenrutsche habe sich daher schon im ersten Sommer bezahlt gemacht. Nachdem er die letzten Sonnenstrahlen noch abgefangen hat, ist das Strandbad seit dem 15. September geschlossen. Jetzt wird winterfest gemacht. Was bei Kilias so viel heißt wie Rutsche entwässern, das Mobiliar verstauen und Endschnitt für die Liegewiesen.

Auch für Großräschens Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen war es eine überdurchschnittlich gute Saison. "Es ist unser bester Sommer seit 2010", erklärt der Feibad-Chef, hinter dem immerhin schon die 17. Saison liegt. Mit 16 300 Besuchern ist der Sommer 2015 ein sehr guter. Wenngleich deutlich abgeschlagen hinter der Spitzen-Saison aus dem Jahre 2006. Damals kühlten sich 20 343 Großräschener in den Fluten des Freizeit- und Erholungszentrums ab. Dieser Rekord konnte trotz der Dauerhitze nicht geknackt werden. Unterm Strich tauchten aber rund 5000 mehr Badegäste ab als im Vorjahr.

Auch in Großräschen gab es im Mai und Juni einen verhaltenen Saisonstart. Der Juli mit 5500 Badegästen und der August mit 8352 verkauften Tickets rissen dann das Ruder bei Wassertemperaturen bis zu 26 Grad rum. Der beste Tag war in Großräschen der 7. August. An diesem Freitag strömten 660 Besucher ins Bad.

Über eine Sommer-Erfahrung freut sich Großräschens Schwimmmeister besonders: Die neuen Gewässer im weiten Lausitzer Seenland sind für das Freibad keine Konkurrenz. "Camper vom Senftenberger See kommen zu uns baden", erklärt Schwingeweitzen nicht ohne Stolz. Die Schotten dicht gemacht wurden in seinem vier Hektar großen Areal am 4. September. Arbeit gibt es jetzt zuhauf trotz leerer Liegewiesen. Die schwarzen Eisdruckpolster schwimmen bereits im Wasser, damit die Becken bei Frost nicht kaputtfrieren. Der Wasserspiegel wird in den nächsten Tagen abgesenkt, um die Überlaufrinne frei zu halten. "Nach der Saison ist bei uns vor der Saison", lacht Schwingeweitzen. Das Planschbecken ist bereits winterfest gemacht. Wenn alle Filter und Leitungen geleert sind, muss noch gemäht und ordentlich Laub geharkt werden.

Rekorde wurden im idyllisch gelegenen Waldbad Hosena zwar nicht gebrochen, im Vergleich zum Vorjahr gibt es jedoch eine Steigerung der Besucherzahlen - wenngleich nur eine leichte. 1074 Badegäste wurden gezählt, wobei die Kinder eindeutig in der Überzahl sind. Ein Problem des Waldbades sind die wuchernden Schlingpflanzen, die vor allem bei Niedrigwasserstand die Wasserqualität beeinflussen. "Die Feuerwehrkameraden haben deshalb in diesem Sommer mehrmals entkrautet", sagt Stadtsprecher Andreas Groebe.