Von mehreren an Ort und Stelle gecrashten Autos über Simulatoren, Mitmachaktionen und von Filmen begleiteten Vorträgen war alles dabei. Wer alles auch nur halbwegs aufmerksam verfolgt hat, dem dürften so mache Bilder noch lange im Gedächtnis bleiben. Dann wäre das Ziel erreicht.

Wie notwenig Aufklärung ist, verdeutlichte Jürgen Piesker, Leiter des Polizeischutzbereiches, bei der Eröffnung der kreisübergreifenden Veranstaltung: Zwischen Januar und August dieses Jahres ereigneten sich im OSL-Kreis 750 Verkehrsunfälle mit 18- bis 25-jährigen Kraftfahrern. In 390 Fällen sind sie auch die Schuldigen gewesen. Ursachen waren zum Beispiel Alkohol (18-mal), unangepasste Geschwindigkeit (48), Vorfahrtsverletzungen (37) und falsches Überholen (14). Bei 74 Unfällen sind junge Leute verletzt worden, drei verloren ihr Leben.

Sehr zufrieden mit dem Verkehrssicherheitstag ist der Sachgebietsleiter Prävention bei der Polizei, Cheforganisator und Leiter der OSL-Verkehrswacht Hans-Joachim Dupski. Mehr als 1000 Schüler und Auszubildende aus dem gesamten Süden Brandenburgs seien der Einladung nach Schwarzheide gefolgt. Manche Betriebe wie die BASF, Vestas Lauchhammer oder die Ortrander Eisenhütte hätten teilweise ihren kompletten Fachkräftenachwuchs zum Sicherheitstag geschickt. "Das ist richtig so, denn wir müssen die Unfallzahlen drastisch senken", so Dupski.

Partner der unbedingt zu wiederholenden Aktion waren neben dem Chemieunternehmen die Dekra mit Infoständen und reichlich Technik, der Landkreis, die Polizei, das Infrastrukturministerium des Landes, der Bund, die Krankenkasse pronova BKK und andere.