Aufgeregte Kinder laufen umher. Sie lachen, reden und strahlen übers ganze Gesicht. Schon zum 26. Mal hat der Kinderschutzbund 100 Kinder zur traditionellen Weihnachtsfeier mit dem Bürgermeister eingeladen. Diesmal fand sie im Snowtropolis statt. Ein besonderer Veranstaltungsort für die Kinder, denn so gab es nicht nur Basteln, Kinderschminken und Märchenstunde, sondern auch Schlitten fahren und Schneeballschlachten.

Schon seit 1994 organisiert der Kinderschutzbund diese Weihnachtsfeiern, die von der Stadt finanziert werden. In diesem Jahr gab die Stadt 1000 Euro dazu. Davon wurden unter anderem die Gutscheine für die Schwimmhalle bezahlt, von denen jedes Kind einen erhalten hat.

Darüber hinaus haben alle anwesenden 81 Kinder einen bunten Beutel mit Obst, Süßigkeiten und weiteren Kleinigkeiten geschenkt bekommen. Diese wurden vom Kaufland in Senftenberg zur Verfügung gestellt.

Weihnachtsfeier mit Tradition

Die Anfangsidee dieser Feiern war es, Kindern aus sozial schwachen Familien, die sonst keine Weihnachtsgeschenke bekommen würden, eine Weihnachtsfreude zu bereiten, erzählte der Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD). Mittlerweile sei sie „zur Tradition für die Stadt Senftenberg geworden“, sagte die Vorsitzende vom Ortsverband Senftenberg des Kinderschutzbundes Christiane Hein. „Das Schöne daran ist, dass Kinder zusammenfinden und sich mal austauschen können“, meinte Andreas Fredrich. Hier werde ihnen ein „abwechslungsreiches Programm“ und ein „vorweihnachtliches Vergnügen“ geboten.

Nicht nur für Kinder aus sozial benachteiligten Familien

Die teilnehmenden Kinder sind zwischen sechs und zwölf Jahren alt und werden von ihrer jeweiligen Grundschule in Senftenberg ausgewählt. Dabei gehe es nicht mehr nur um Kinder aus sozial benachteiligten Familien, auch wenn diese weiterhin den größten Teil ausmachten, erklärte Sabine Fritsche vom Kinderschutzbund.

Auch Kinder, die sich durch ihre schulischen Leistungen hervortun, erhalten eine Einladung, erläuterte Christiane Hein. Sie hat schon an so vielen dieser Weihnachtsfeiern teilgenommen, dass sie sie nicht mehr zählen kann. „Es ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit geworden“, führte sie aus. „Darauf freuen wir uns das ganze Jahr“, ergänzte ihre Stellvertreterin Sabine Fritsche.