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| 16:35 Uhr

Heiligabend im Kreißsaal in Lauchhammer - Baby-Boom wird fortgesetzt
Schöne Bescherung: fünf Christkinder

 Eingemummelt für die Heimfahrt sind am Donnerstag die ersten Weihnachtsbabys von Familienhebamme Beatrice Handschack (r.) entlassen worden. Zur Babyparade auf dem Foto gehören: Emma Louisa aus Senftenberg, Maja aus Schipkau und Theodor Kurt Georg aus Senftenberg (v.l.).
Eingemummelt für die Heimfahrt sind am Donnerstag die ersten Weihnachtsbabys von Familienhebamme Beatrice Handschack (r.) entlassen worden. Zur Babyparade auf dem Foto gehören: Emma Louisa aus Senftenberg, Maja aus Schipkau und Theodor Kurt Georg aus Senftenberg (v.l.). FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Lauchhammer. Hebammen auf der Geburtsstation des Klinikums Niederlausitz haben auch zwischen den Jahren keine Ruhepause. Geburtenzahlen für 2018 ähnlich positiv wie im Vorjahr. Am Donnerstag ist das 614. Baby geboren. Von Andrea Budich

Heiligabend im Kreißsaal. Für Peggy und Ronny Werner waren es ganz besondere Weihnachten. Dabei hatte die kleine Familie aus Senftenberg fürs Fest 2018 feste Pläne: ein leckeres Enten-Essen, das der Papa zubereitet, und eine schöne Bescherung mit ihrem fünfjährigen Sohn Sidney.

Tatsächlich aber wurde es ein improvisiertes Fest: Eine kleine Bescherung gab es am Bett der Mutter auf der Geburtsstation im Krankenhaus Lauchhammer, der fünfjährige Sohn verbrachte den Heiligabend mit seinen Großeltern. Peggy Werner und ihr Mann erlebten den Heiligabend auf der Entbindungsstation des Klinikums Niederlausitz. Töchterchen Emma Louisa kam am 24. Dezember um 10.08 Uhr zur Welt. Knapp zwei Wochen zu früh.

Während sich die Familie um den Tannenbaum versammelte, brachte Melanie Schneider (34) aus Schipkau am Heiligabend um 22.09 Uhr Töchterchen Maja zur Welt. Nach vier Jungs endlich das ersehnte Mädchen - und obendrein noch ein echtes Christkind.

Kinder, die an Weihnachten und zwischen den Jahren geboren werden, sind auch für Familienhebamme Beatrice Handschack etwas ganz Besonderes. Zu den drei Christkindern, die diesmal am Heiligabend in Lauchhammer das Licht der Welt erblickten, kamen am ersten und am zweiten Feiertag noch ein Mädchen und ein Junge hinzu. Die ersten Christkinder haben am Donnerstag bereits die Geburtsstation verlassen.

Insgesamt steuert das Kreißsaal-Team des Klinikums Niederlausitz wieder auf ähnlich hohe Geburtenzahlen wie in den Vorjahren zu. 2017 erblickten in Lauchhammer 630 Kinder das Licht der Welt.

Auch zwischen den Jahren kehrt auf der Geburtsstation keine Ruhepause ein. Mit einem kräftigen Schrei ist am Donnerstagmittag Kind Nr. 614 geboren worden. „Bis zur Silvesternacht kann da noch einige Arbeit auf uns zu kommen“, freut sich Beatrice Handschack über jeden kleinen Lausitzer, der in Lauchhammer geboren wird.

Die 38-Jährige aus Lauchhammer, selbst Mutter von drei Kindern, begleitet als Familienhebamme den Start der jungen Familien vom ersten Augenblick an. Mit viel Ruhe und großer Intensität kann sie die Mütter beim Wickeln und Stillen unterstützen, sie kümmert sich um die Probleme der frisch gebackenen Eltern und kann gegebenenfalls auch Hilfe organisieren.

Weil aber nicht alle Lausitzer Mütter eine Hebamme finden, bietet Bea­trice Handschack unter dem Dach des Klinikums auch Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sowie Wiegesprechstunden an, um die Situation wenigstens etwas abzufedern. „Viele Frauen finden im Landkreis keine Hebamme für die Nachsorge, das ist ein großes Problem“, bestätigt die Fami­lienhebamme.

Ihre Wiegesprechstunden im Krankenhaus Lauchhammer sind daher immer gut besucht. Am Donnerstagmittag liegt Theodor Kurt Georg Fritsche aus Senftenberg auf ihrer Waage im Stillzimmer vis a vis vom Kreißsaal. Der Stammhalter von Isabell Fritsche und Tobias Hentschel hat als 600. Kind am 18. Dezember in Lauchhammer das Licht der Welt erblickt. Einhundert Gramm in vier Tagen - mit dieser ersten Gewichtszunahme des Neugeborenen ist Beatrice Handschack zufrieden. Zur Sicherheit vereinbart sie mit der Mutter einen zweiten Termin für die Wiegesprechstunde.

Theodor gehört zu den jüngsten Neu-Senftenbergern. Seine Mutti Isabell Fritsche (41), vielen Kreis­städtern als Junior-Chefin der Feinkostabteilung des Reformhauses in der Schlossstraße bekannt, wird im neuen Jahr ihre Elternzeit genießen.