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| 16:28 Uhr

Neujahrsempfang in Großräschen
Schöne Aussichten: Sandstrand und Balkon mit Seeblick

 Bürgermeister Thomas Zenker (Mitte) bedankt sich bei Hauptlöschmeister Uwe Richter, Hauptbrandmeister Marcel Simon, Oberbrandmeister André Klatt und dem 1. Hauptbrandmeister Olaf Schulz (v.l.) für die besondere Einsatzbereitschaft im Vorjahr. Mit 178 Einsätzen gibt es einen neuen Rekord .
Bürgermeister Thomas Zenker (Mitte) bedankt sich bei Hauptlöschmeister Uwe Richter, Hauptbrandmeister Marcel Simon, Oberbrandmeister André Klatt und dem 1. Hauptbrandmeister Olaf Schulz (v.l.) für die besondere Einsatzbereitschaft im Vorjahr. Mit 178 Einsätzen gibt es einen neuen Rekord . FOTO: Peter Aswendt
Großräschen. Zukunftsmusik begeistert 200 Gäste beim Neujahrsempfang in der Seestadt Großräschen. Von Andrea Budich

Die Seestadt geht in Brandenburg als Leuchtturm voran. Diese Worte aus dem Mund vom Lausitz-Beauftragen des Ministerpräsidenten, Dr. Klaus Freytag, gehen bei den 200 Gästen im gut gefüllten Großräschener Kurmärkersaal runter wie Öl.

Dabei hatte Freytag die unscheinbare Kleinstadt bis 1992 überhaupt nicht auf dem Schirm. Bei seinem ersten Besuch fraßen sich noch die Abriss-Bagger in Großräschen-Süd durch die Landschaft. „Vor dieser Kulisse haben wir damals das Profil des künftigen Hafens diskutiert. Das war schon schräg“, erinnert er sich. Als dann noch der mutige Unternehmer Gerold Schellstede sein schneeweißes Seehotel an den schwarzen Grubenrand setzte und später die Seebrücke ins Trockene gesetzt wurde, verwunderte es ihn nicht, dass nicht wenige Leute dachten: „Jetzt sind die Großräschener völlig durchgedreht!“.

 Großer Bahnhof für Christiane Baberowski (2.v.l.). Ihr wurde am Dienstagabend die Ehrenmedaille der Stadt Großräschen verliehen.
Großer Bahnhof für Christiane Baberowski (2.v.l.). Ihr wurde am Dienstagabend die Ehrenmedaille der Stadt Großräschen verliehen. FOTO: Peter Aswendt

Dass der Mut der Großräschener Visionäre zum Erfolg geführt hat, verdeutlicht Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) den Gästen auf seinem Lieblingsbild. Zu sehen sind darauf die weißen Häuser über dem Hafen in Großräschen-Süd. Die Computer-Animation ist längst keine Vision mehr. Die Häuser mit Ostsee-Charme, die sich wie Perlen auf einer Kette aneinanderschmiegen, der Hafen, die Seesporthalle, der Weinberg, die Seebrücke gehören inzwischen zu beliebten Postkartenmotiven von Touristen.

Vision und Wirklichkeit. Wie eng beides zusammenliegt, ist nirgendwo in der Region so bewusst erlebbar wie in Großräschen. Dass es im rußgetränkten Kohle-Städtchen mal einen eigenen Strand gibt, das hätte kein Kohlekumpel nur zu träumen gewagt. Wie der 800 Meter lange Stadtstrand Ilse aussehen wird, ist inzwischen festgezurrt. Platz bieten soll er 6000 Badegästen. Der Strandbau als gemeinsames Projekt von Stadt und LMBV wird allein im ersten Bauabschnitt 1,3 Millionen Euro kosten. Die 60 000 Tonnen feinster Sand werden wahrscheinlich schon in diesem Jahr aufgetragen, verrät der Bürgermeister als kleinen Ausblick auf 2019. „Großräschen wird einen der schönsten Strände im ganzen Seenland haben“, macht er schon mal Lust aufs Anbaden im Großräschener See.

Zur Großräschener Erfolgsgeschichte gehört auch das alljährliche Erschließen eines neuen Wohngebietes in der Stadt. Für die weißen Wohnhäuser entlang der Hafenstraße werden sich 2019 die Kräne drehen. Die Ausschreibung fürs Wohngebiet Ilse startet demnächst. Für die 28 Baugrundstücke gibt es jetzt schon mehr als 30 Bewerber.

Zum Ausblick aufs neue Jahr gehören in der Seestadt auch zwei besondere Jubiläen. Der Großräschener Carnevalsclub (GCC) feiert sein 40-jähriges Bestehen im Februar mit einem großen Festumzug. Großrä­schens Fußballer sind sogar schon seit 100 Jahren in der Stadt am Ball.