Zum Thema bezieht RUNDSCHAU- Leser Jörg Frahnow aus Senftenberg Stellung:

In einer Zeit, in der Vettern- und Misswirtschaft unser Land wie selten zuvor prägen, in der Selbstdarstellung und egoistische Vorteilssuche unser Land regieren, wird einem Mann wie Professor Erik von Grawert-May Selbstdarstellung vorgeworfen. Warum„ Weil er wie kaum ein anderer Senftenberg mal nicht in Verbindung mit Arbeitslosenzahlen, wirtschaftlicher Fehlentwicklung und Pleitemeldungen nennt“ Sind wir schon wieder so weit, dass eine persönliche Meinung wie die zur Entwicklung bestimmter Bereiche an der Fachhochschule als undemokratisch gilt, weil sie nicht akzeptiert, was von oben diktiert wird„ Weil ihm das Wohl einer Stadt mehr am Herzen liegt als das eigene Portmonee“
Täglich bedienen sich in unserem Land, Bosse und Beamte in nie dagewesenem Maße an öffentlichen Mitteln um sich persönlich zu bereichern und ein Professor von Grawert-May wird vor den Kadi gezerrt, weil er sich eine Barbara-Statue ausleiht, um seinen Studenten einen vergnüglichen Nachmittag zu bereiten„
Warum verkaufen sich in unserem Land inzwischen Bücher von Dieter Bohlen besser als die unseres Bundeskanzlers“ Ist das die Schuld von Professor Erik von Grawert-May„ Dass er und seine Studenten sich demzufolge mit solchen „gesellschaftlich relevanten“ Personen beschäftigen, scheint doch nicht nur angebracht, sondern ist geradezu unerlässlich. Ertragen wir unseren eigenen Spiegel nicht mehr vor Augen“ Niemand wird schöner, nur weil er den Spiegel zerschlägt.
Vor nicht allzulanger Zeit war es schon einmal in unserem Land so, dass jeder zwei Möglichkeiten hatte: Entweder man hat den Spiegel der Realität zerschlagen und die Augen geschlossen, oder man hat angesichts seiner Ohnmacht einfach nur geschmunzelt und die Augen offen behalten.
Danke, Herr Professor von Grawert-May, dass Sie einer von denen sind, die uns dieses Schmunzeln mit umsichtigen Blicken wieder beibringen, wo wir es schon fast verlernt hatten. Humor ist, wenn man trotzdem lacht!