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| 19:27 Uhr

Bauprojekt abgeschlossen
Rettung für Schmalen See bei Kleinleipisch gelungen

Der Schmale See in Kleinleipisch im Juli.
Der Schmale See in Kleinleipisch im Juli. FOTO: LMBV / Uwe Steinhuber
Kleinleipisch. Seit Anfang September ist die neu gebaute Rohrleitung in Betrieb. Sie bewahrt den See vor eisenhaltigem Drainagewasser. Von Catrin Würz

Gute Nachrichten aus dem Lauchhammeraner Ortsteil Kleinleipisch: Seit Anfang September ist die neue Rohrleitung für die Drainageentwässerung der Ortslage Kleinleipisch in Betrieb. Damit wird nun stark eisenhaltiges Drainagewasser um den gut renaturierten Schmalen See herum geleitet und in ein anderes Tagebaurestloch, den Koynesee, abgeführt. Damit ist der Schmale See vor der befürchteten Verunreinigung durch Eisenschlamm gerettet.

Vor zwei Jahren hatte es massive Bürgerproteste von Kleinleipischer Einwohnern und Naturschützern gegeben, als bekannt wurde, dass das Wasser aus der dringend notwendigen Drainage zur Sicherung der Ortslage Kleinleipisch und einiger Kippenflächen in den Schmalen See eingeleitet wird - einem Gewässer, das bereits als biologisch intakt galt. Es weist eine fast neutrale Wasserqualität auf und längst leben dort Fische.

Nach Vermittlung durch den CDU-Landtagsabgeordneten Ingo Senftleben, der in Kleinleipisch eine Bürgerversammlung mit Fachleuten zur Bergbauentwässerung organisiert hatte, konnte dann durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) doch noch eine andere Alternativlösung gefunden werden: der Bau einer teils offenen und teils verbauten Rohrleitung, die das eisenhaltige Grundwasser nun in das Bergmännische Gefluder zwischen den Restlöchern 104 und 113 ausgießt.

Mit dem Baustart im Mai dieses Jahres wurde im Auftrag der LMBV eine 1230 Meter lange Rohrleitung verlegt, die teilweise im offenen Graben sowie auch im unterirdischen Rohrvortrieb - im sogenannten Horizontal-Spühlbohrverfahren – errichtet wurde. Die Inbetriebnahme dieser neuen Leitung bestätigt LMBV-Sprecherin Stefanie Klein. In den Bereichen der offenen Rohrverlegung seien auch noch 5000 Quadratmeter Wildäsungsflächen angelegt, ergänzt sie.

In Kleinleipisch ist man mit der glücklichen Wendung der Dinge und über die Rettung des Schmalen Sees sehr zufrieden. „Durch die teils unterirdischen Verrohrungen wurden die natürliche Umwelt und der vorhandene Bewuchs am Schmalen See durch die Arbeiten kaum gestört“, lobt Landtagsabgeordneter Ingo Senftleben in einer Pressemitteilung aus seinem Büro in Lauchhammer. „Auch für die Reinigung und Wartung der Rohrleitungen vom Eisenockerschlamm wurde eine technische Lösung vorgesehen.“