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| 15:29 Uhr

Schlosspark Senftenberg
Schlosspark bekommt neue Pappeln

Die beiden alten Säulenpappeln fehlen jetzt. Die noch stehenden Pappeln wurden Mitte der 1990er-Jahre gepflanzt.
Die beiden alten Säulenpappeln fehlen jetzt. Die noch stehenden Pappeln wurden Mitte der 1990er-Jahre gepflanzt. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg. Der Sturm „Friederike“ hat im Senftenberger Schlosspark die beiden ältesten Bäume umgeblasen. Das ist ein herber Verlust. Im Herbst soll das Pappel-Duo ersetzt werden. Von Torsten Richter-Zippack

Die beiden markanten Säulenpappeln, die der Sturm im Senftenberger Schlosspark umgeblasen hatte, sollen noch in diesem Jahr ersetzt werden. „Wir pflanzen an gleicher Stelle zwei junge Exemplare“, kündigt Andrea Fischer, Leiterin des Stadtplanungsamtes, an. Mitarbeiterin Birgit Lehmann ergänzt: „Die Nachwuchspappeln sind um die zwei Meter hoch und haben einen Stammumfang von 14 bis 18 Zentimetern.“

Ausgerechnet die beiden Säulenpappeln hat es erwischt. Während des Sturms „Friederike“ am 18. Januar sind die rund 20 Meter hohen und rund 100 Jahre alten Gehölze vom Südufer des Großen Schlossteiches einfach umgefallen. „Dieser Verlust schmerzt uns sehr, handelt es sich doch um die beiden letzten originalen Bäume der einstigen Pappelallee“, sagt Fischer. Die übrigen Bäume waren bereits in den 1990er-Jahren ersetzt worden.

Im Herbst soll gepflanzt werden. „Für das Frühjahr wäre der Zeitplan zu eng“, begründet die Expertin. In den kommenden Wochen werde lediglich eine Roteiche am Großen Schlossteich nachgepflanzt. Diese sei nach dem Sturm von bislang Unbekannten dermaßen mit Äxten malträtiert worden, dass ein Weiterleben nicht mehr möglich war. Die Stadt habe Anzeige gestellt. Zeitgleich mit den Pappeln komme auch eine junge Linde unweit des Pavillons in den Boden. Der Altbaum war von den umgestürzten Pappeln so beschädigt worden, dass auch er gefällt werden musste. Insgesamt habe Sturm „Friederike“ im Stadtgebiet Senftenbergs einen Schaden in Höhe von rund 21 000 Euro angerichtet, 13 000 Euro im Schlosspark.

Darüber hinaus laufen die normalen Pflegearbeiten im vier Hektar Park. Bereits im Winter 2015/2016 sind am Schlosswall etliche Ahorne und Eichen gefällt worden. Die Wurzelstöcke mussten allerdings im Boden verbleiben, um die historische Anlage nicht zu beschädigen. „Einmal im Jahr müssen wir den Wildwuchs entfernen“, sagt Birgit Lehmann. 320 Bäume wachsen derzeit im Schlosspark. Zu- und Abgänge hielten sich die Waage. Viele Gehölze stammen aus der Anfangszeit des Parks. Dieser war um das Jahr 1930 als Bürgerpark angelegt worden. Ältestes Gewächs dürften die Reste einer alten Roteiche nahe des Steindammes sein. Diese musste im Jahr 2015 aufgrund massiver Schäden sehr weit heruntergeschnitten werden. Jetzt wächst die Roteiche strauchförmig weiter.

Pünktlich zu Saisonbeginn soll der Schlosspark nach Abstimmung mit den Denkmalschützern sieben neue Papierkörbe erhalten, kündigt Birgit Lehmann an. Diese seien rund, robust und in grauer Farbe gehalten. „Wir müssen auf den Vandalismus reagieren“, sagt Lehmann. Öfter seien die bisherigen Papierkörbe im Wasser gelandet. Übrigens: Die Abfallbehälter werden zweimal pro Woche geleert.

Aufgrund des enormen Vandalismus präsentiert sich der Pavillon seit nunmehr einem halben Jahrzehnt vergittert. Damit haben sich die Schäden massiv reduziert. „Zu bestimmten Anlässen wollen wir ihn öffnen“, sagt Birgit Lehmann. Gleichzeitig ruft Stadtsprecher Andreas Groebe zu mehr Zivilcourage auf. „Wer Randalierer sieht, sollte nicht lange zögern und Polizei und Rathaus informieren.“