Das Senftenberger Stadtwäldchen ist innerhalb der Oberförsterei Senftenberg ein Müllschwerpunkt. Das sagt Funktionsförster Lutz Schaffrath. Unbekannte lassen im ehemaligen Kleinod am Schwarzen Weg Haushaltsabfälle, sperrige Gegenstände und weiteren Unrat zurück. „Wir müssen dieses Gebiet mehrfach pro Jahr beräumen“, weiß Schaffrath. Wie viel Dreck die Förster dort heraustragen lassen, kann Schaffrath zwar nicht sagen. Allerdings fallen pro Jahr in der gesamten Oberförsterei, die in etwa den Altkreis Senftenberg umfasst, um die 30 Tonnen Abfälle an. Weitere Müllschwerpunkte sind unter anderem die Dörrwalder Rollbahn sowie der Wald an der Straße zwischen Guteborn und Grünewald. Verursacher können nur in den seltensten Fällen geschnappt werden.

Senftenberger bedauern den Zustand des Hundewäldchens

An das Stadtwäldchen grenzt ein größeres Wohngebiet an. Somit ist der Druck auf das Areal entsprechend groß. Wie es mit dem Hundewäldchen weitergehen könnte, ist bislang noch ungewiss, sagt Lutz Schaffrath. Konkrete Planungen gebe es nicht. Neben den illegal abgelagerten Abfällen bereite der Vandalismus Sorgen. So wurden eigenen Recherchen zufolge Teile des Pflasters am Teich herausgerissen, zudem Sitzbänke zerstört. Nicht zuletzt verwittern an der „Allee der Findlinge“ die Hinweistafeln. Eine Erneuerung sei nicht geplant, sagt der Senftenberger Stadtsprecher Andreas Groebe. Laut RUNDSCHAU-Informationen bedauern viele Senftenberger die Zustände im Hundewäldchen.

Mitten durch das Areal verläuft die Grenze zwischen Senftenberg und Hörlitz. Das Wäldchen wurde im Jahr 1992 zur Naherholung auf dem ehemaligen Hörlitzer Tagebaufeld angelegt.