ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:44 Uhr

Schlagverdichtung auf Keute-Land

Lauchhammer. Die Tagebaufelder zwischen Lichterfeld und Lauchhammer fordern die Sanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) weiter stark. Das hat Projektleiter Frank Sauer im jüngsten Arbeitskreis des Braunkohlenausschusses für den Sanierungsraum Lauchhammer erklärt. Kathleen Weser

In der Schwarzen Keute, einem ehemaligen Quellgebiet nordwestlich von Kostebrau, ist jetzt eine Rettungsaktion für Amphibien angelaufen. Zehn Kilometer Krötenzaun sind gestellt worden, um die Tiere auf dem Marsch zu den Laichgewässern in der Bergbaufolgelandschaft täglich abzusammeln.

Das Terrain wird freigemacht für den nächsten Sanierungsschritt. Das ab Mai genutzte Verfahren: die hochenergetische dynamische Schlagverdichtung. Eine Zugmaschine mit Gummiketten schleppt dabei eine Walze, die Initiale in den Untergrund einbringt, um die Kippenflächen zu sichern. Mit 30 bis 100 Überfahrten werde der lockere Boden so verdichtet. Das Verfahren sei bewährt. In dem Gebiet war bereits mit sanften Sprengungen gearbeitet worden, um das Erdreich zu bändigen. Die Schwarze Keute ist benannt nach einem vorbergbaulichen Moor und dem ersten Lausitzer Kohleflöz. Hier befand sich die Klettwitz-Kostebrauer Hochfläche. Das Gebiet wird heute vom Bergheider See stark beeinflusst.