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| 12:43 Uhr

Kriminalität
Schläger von Senftenberg ist abgelehnter Asylbewerber

 Die Polizei wurde wegen des kriminellen Mannes aus Afrika in der letzten Juni-Woche öfter gerufen.
Die Polizei wurde wegen des kriminellen Mannes aus Afrika in der letzten Juni-Woche öfter gerufen. FOTO: Frank Hilbert
Senftenberg. Der 25-jährige Tschader, der in Senftenberg mehrere Straftaten begangen hat, ist ein abgelehnter Asylbewerber. Von Torsten Richter-Zippack

Seit Ende Juni treibt ein Mann aus dem Tschad sein Unwesen in Senftenberg. Der 25-Jährige hatte zuletzt einen Bauarbeiter angegriffen und diesen am Kopf verletzt. Darüber hinaus ist der Tschader durch Diebstahl polizeilich in Erscheinung getreten. Jetzt hat das Asyl- und Ausländeramt des Oberspreewald-Lausitz-Kreises auf Nachfrage bestätigt, dass es sich um ein und die gleiche Person handelt.

Seit November 2018 lebt der Mann im Sedlitzer Asylheim. Sein Asylantrag ist vom Bundesministerium abgelehnt worden. Damit ging eine Aufforderung zur Rückkehr in den Tschad einher. Jedoch klagte der 25-Jährige dagegen. Das Verwaltungsgericht Cottbus hat die Klage abgewiesen. In den Tschad besteht kein Abschiebestopp. „Das Ausweisungsverfahren läuft von Amts wegen“, sagt Kreissprecherin Marlen Weser.

Erst Ende März war ein mehrfach straffälliger Syrer, der ebenfalls im Oberspreewald-Lausitz-Kreis lebte, freiwillig ausgereist. Landrat Siegurd Heinze hatte damals von einer tickenden Zeitbombe gesprochen, was zu einigen Diskussionen führte.

Dies ist eine akutalisierte Version des Artikels: Zuvor hieß es: „Erst Ende März war ein mehrfach straffälliger Syrer, der ebenfalls im Oberspreewald-Lausitz-Kreis lebte, nach Damaskus abgeschoben worden.“ Wie der Landkreis Oberspreewald-Lausitz uns informiert hat, sei dies nicht richtig, der Syrer sei freiwillig ausgereist. Wir entschuldigen uns für den Fehler.