Von Andrea Budich

In der Großgemeinde geht unter Hundebesitzern die Angst um. An mehreren Tatorten sind in den vergangenen Tagen präparierte Hundeleckerlis gefunden worden, die es in sich haben.

Sie sind mit Nadeln und Reiß­zwecken präpariert und liegen scheinbar zufällig auf den Wegen. Aufgetaucht sind die gefährlichen Köder bisher in den Ortsteilen Klettwitz und Schipkau. „Wer das ausgelegt hat, muss Hunde hassen“, bringt es Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) auf den Punkt. Er ist selbst seit Jahrzehnten Hundebesitzer - aktuell von einem zwölf Wochen alten Labrador Retriever.

Mehrere Beweisstücke sind bereits im Dienstzimmer von Revierpolizistin Manja Seemann im Schipkauer Seniorenclub gelandet. Zwei Schipkauerinnen haben ausgelegte Leckerlis, die mit Nadeln und Reißzwecken versetzt sind, zur Beweissicherung dort abgegeben.

Revierpolizistin Seemann hat die Fundstücke zur Kripo in Senftenberger weitergeleitet. Erste Ermittlungen sind angelaufen. „Die Täter müssen sich wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten“, erklärt Seemann.

Vor den Giftködern und manipulierten Leckerlis warnt die Gemeinde Schipkau inzwischen auch auf ihrer Homepage. Den Tierhaltern wird geraten, die Hunde an der Leine zu führen und das Umfeld beim Gassigehen genau zu beobachten. Im Zweifelsfall sollte die Revierpolizei verständigt werden.