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| 14:20 Uhr

Straßenbau in Schipkau im Eilzugtempo
Schipkau will Schwerlaster-Verbot für Ruhlander Straße durchdrücken

Straßenbau im Eilzugtempo erleben derzeit die Schipkauer. Baustart für die Instandsetzungsarbeiten der Ruhlander Straße war am Mittwoch.
Straßenbau im Eilzugtempo erleben derzeit die Schipkauer. Baustart für die Instandsetzungsarbeiten der Ruhlander Straße war am Mittwoch. FOTO: Konzag/Gemeinde Schipkau
Schipkau. Für die neue Asphaltfahrbahn investiert die Großgemeinde 150 000 Euro. Von Andrea Budich

Die Großgemeinde drückt auf die Tube: Nur wenige Tage nach dem Beschluss im Parlament sind im größten Ortsteil die Arbeiten zur Instandsetzung der Schlaglochpiste entlang der Ruhlander Straße gestartet. Teile der desolaten alten Fahrbahn sind bereits abgefräst. Die neue Asphaltfahrbahn soll bis zum heutigen Freitag eingebaut sein. „Vom schnellen Baubeginn waren wir etwas überrascht“, gibt selbst Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) zu.

Schipkau hatte den Beschluss über die Straßenbauarbeiten im Umfang von rund 150 000 Euro erst Ende September gefasst und dabei alle finanziellen Kräfte gebündelt. „Preiswerter wird es nicht“, argumentiert Bauausschuss-Chef Hans-Jürgen Fichte (CDU), die Arbeiten nicht in das kommende Jahr zu verschieben.

Mit Nachdruck will Schipkau nun auch den überörtlichen Brummi-Verkehr auf der Straße verhindern. Schipkau hat eine komfortable Umgehungsstraße. „Deshalb ist es nicht zu verstehen, dass Schwerverkehr vor allem aus Richtung Schwarzheide durch den Ort donnert“, findet Bürgermeister Klaus Prietzel dafür klare Worte. Er kündigte an, die Anträge auf Fahrverbote an den Landkreis zu richten.

Die in den 1930er-Jahren parallel zum Autobahnbau entstandene Ruhlander Straße ist sichtbar in die Jahre gekommen. Die mehrfach ausgebesserte Fahrbahndecke war nach jedem Winter löchrig. Einwohner forderten daraufhin vehement eine Instandsetzung der wichtigen Straße, die den Ort vor allem mit dem Chemiestandort der BASF in Schwarzheide verbindet. Die Gemeinde reagiert nun und bringt die Straße in Ordnung.

Eine Umleitung für den Straßenverkehr ist eingerichtet. Bus-Fahrgäste werden gebeten, andere Haltestellen im Ort zu nutzen. Für die Instandsetzungsarbeiten werden die Anwohner laut Straßenausbaubeitragssatzung nicht zur Kasse gebeten, weil es sich um keinen grundhaften Ausbau handelt.