Als Schipkaus amtierender Bürgermeister Falk Peschel um 9.38 Uhr das Gebot von 3700 Euro, der niedrigst möglichen Summe, abgab, konnte sich die Gemeinde bereits recht sicher sein, Haus und Grundstück kostengünstig zu bekommen. Denn Peschel war der einzige Bieter. In zwei Wochen wird die Gemeinde Gewissheit haben, ob sie Haus und Grundstück kaufen kann. Wegen formaler Gründe, die Gemeinde Schipkau bot weniger als 30 Prozent des Verkehrswertes, muss sich das Gericht beim Eigentümer, dem Land Brandenburg, zunächst absichern.Wenn Schipkau den Zuschlag erhält, soll das Gelände zunächst beräumt werden. Falk Peschel hofft, dass dies bis zum Jahresende geschehen ist. Dann sei auch klar, wie der Bauzustand des Hauses ist. Anschließung will die Gemeinde das Grundstück wieder zum Kauf anbieten. "Uns ist klar, dass die Kosten für die Beräumung über denen des Verkehrswerts liegt", so Peschel. Ziel sei jedoch gewesen, den Schandfleck aus dem Drochower Ortsbild zu entfernen. Vor allem deshalb, weil jedem Durchfahrenden dieses Grundstück in der Ortsmitte ins Auge sticht.