ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:12 Uhr

Großgemeinde dreht nicht an der Steuerschraube
Schipkau investiert eine knappe Million Euro für Krippenkinder

 Krippenkinder sollen in Schipkau mehr Platz bekommen.
Krippenkinder sollen in Schipkau mehr Platz bekommen. FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Schipkau. Der Bau von zwei neuen Räumen im Kindergarten am Bürgerzentrum in Schipkau soll noch in diesem Jahr starten. Das Haushaltsloch  kann mit einem Griff in die Rücklage gestopft werden. Von Andrea Budich

Knapp zwei Millionen Euro will die Großgemeinde mit den sechs Ortsteilen 2019 für Investitionen ausgeben. Den größten Brocken davon verschlingt die geplante Kindergarten-Erweiterung in Schipkau. Für gut 800 000 Euro sollen dort zwei neue Gruppenräume den Krippenkindern mehr Platz verschaffen. Wie die anderen Kitas im Gemeindegebiet, platzt das Schipkauer Kinderhaus am Bürgerzentrum aus allen Nähten. Schipkaus Gemeindeväter mussten daher reagieren und das nötige Kleingeld für eine Kapazitätserweiterung im Haushalt locker machen.

Viel Geld ausgegeben wird gleichfalls für die Sanierung der Weinbergstraße im Ortsteil Hörlitz. Schipkau setzt damit den groß angelegten Straßenausbau-Angriff auf das marode Hörlitzer Wegenetz fort. Zu den Investitions-Schwerpunkten gehört auch der Kauf neuer Bauhof-Technik. Für 100 000 Euro soll ein neuer Multicar angeschafft werden.

An den Start geht Schipkaus Haushalt mit einem Defizit von 229 000 Euro – vorausgesetzt die Gemeindevertreter geben in ihrer  Februar-Sitzung grünes Licht. „Bei einer Rücklage von 1,9 Millionen Euro ist das gut zu verkraften“, befürwortet Sven Irrgang (SPD) aus dem Finanzausschuss den „eng und gut gestrickten Haushaltsplan“.

Das 4,3 Millionen Euro hohe Steueraufkommen der Gemeinde ist eine der tragenden Haushalts-Stützen. Eine knappe Million Euro Gewerbesteuer-Einnahmen soll 2019 in die Gemeindekasse fließen. Schipkau verzichtet erneut darauf, an der Steuer-Schraube zu drehen. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer gehört mit 300 v. H. zu den niedrigsten in Brandenburg. In vielen Nachbarkommunen liegen sie höher.