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| 02:46 Uhr

Schipkau gibt mehr Geld für Straßen aus

Die Klettwitzer Kita-Knirpse toben im Schnee. Ein neuer Zaun soll noch mehr Sicherheit bieten.
Die Klettwitzer Kita-Knirpse toben im Schnee. Ein neuer Zaun soll noch mehr Sicherheit bieten. FOTO: Rasche/str1
Schipkau. Die Großgemeinde soll Anfang Februar einen beschlossenen Haushalt für 2017 bekommen. Der kommunale Straßenbau in Hörlitz ist der größte Brocken. Die Planungskosten für den Feuerwehr-Umbau in Meuro sind gestrichen. Andrea Budich

Niedrige Zinsen, hohe Steuereinnahmen und seit Jahren keine neuen Schulden - so startet die Großgemeinde mit den sechs Ortsteilen in das Haushaltsjahr 2017. Kämmerin Carola Johannsohn legt den Gemeindevertretern am Donnerstag der kommenden Woche einen Haushalt vor, der zum vierten Mal in Folge ausgeglichen ist. Für die schwarze Null will sie sich aber keineswegs feiern lassen, sie setzt aber als Sahnehäubchen noch einen - wenn auch kleinen - Überschuss in Höhe von 35 000 Euro drauf.

Der Haushalt der Großgemeinde hat ein der Einwohnerzahl angepasstes Volumen von rund elf Millionen Euro. Beachtenswert ist die deutlich gewachsene Steuerkraft der Gemeinde. Über eine Million Euro Gewerbesteuern sind für 2017 eingeplant. An der Schraube für die Grund- und Gewerbesteuer hat Schipkau indes seit 15 Jahren nicht mehr gedreht.

Auch wenn es unterm Strich ein Haushalt mit Augenmaß und ohne die ganz großen Sprünge ist, sind umfangreiche Erhaltungsaufwendungen vorgesehen. Allein in die beiden Schulen und in die fünf Kindergärten fließen 80 000 Euro. In der Grundschule Annahütte werden Akustikdecken in Klassenräume eingebaut. Die Klettwitzer Kita bekommt einen neuen Zaun. Weiter auf Vordermann gebracht wird mit 150 000 Euro das Kulturhaus Hörlitz. Der Etat für den Straßenunterhalt konnte mit 90 000 Euro sogar aufgestockt werden. In den Vorjahren waren es 30 000 Euro weniger. Schipkaus Investitionspaket ist knapp zwei Millionen Euro schwer. Der größte Batzen davon ist mit 1,2 Millionen Euro für den Straßenausbau in Hörlitz vorgesehen. In Klettwitz erhält die Bergstraße eine neue Beleuchtung, und in Annahütte wird in der Thälmannstraße die Regenentwässerung flott gemacht. Dass dieses Versprechen gegenüber den Anliegern endlich eingelöst werden kann, freut Annahüttes Ortsvorsteher Horst Pawlik besonders. Die Kegelbahn bekommt zudem einen ordentlichen Anbau. "Damit brauchen wir uns nicht zu verstecken", lobt Gemeindevertreter Günter Kern (SPD) das Haushaltspaket.

Leer geht indes die Meuroer Ortswehr aus. Der ursprünglich vorgesehene Planungsansatz in Höhe von 15 000 Euro für einen Gerätehaus-Anbau hat es am Ende nicht in den Haushalt 2017 geschafft. Damit ist der von den Kameraden eingeforderte Umbau des kleinen, maroden und nicht normgerechten Gerätehauses erneut in die Warteschleife verschoben. Das letzte Wort in dieser brenzligen Angelegenheit ist laut Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) jedoch nicht gesprochen. "Wir sind in der Pflicht, es muss in Meuro Veränderungen geben", spricht er im Hauptausschuss Klartext. Wohin die Reise für Meuro geht, soll an einem Runden Tisch am 22. März mit allen Beteiligten diskutiert werden. Spätestens bei dieser Gelegenheit erwartet Annahüttes Ortsvorsteher Horst Pawlik eine klare Positionierung der Meuroer Wehr dazu.