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Satte Melonen-Ernte in Lindenau

Andreas Paul hat in Lindenau prächtige Melonen geerntet.
Andreas Paul hat in Lindenau prächtige Melonen geerntet. FOTO: Rudolf Kupfer/rkp1
Lindenau. Im Pulsnitzgrund bei Lindenau ist Andreas Paul im Kleingarten aktiv. Und der Mann hat den grünen Daumen von Oma Else Waldau geerbt, die die fruchtbare Scholle bis zum 92. Rudolf Kupferund Kathleen Weser

Lebensjahr noch selbst bewirtschaftet und sie dann dem Enkelsohn vermacht hat. Der sät, pflegt und erntet hier nun reichlich - auch saftige Melonen. Die veredelten Pflanzen hat Andreas Paul, wie viele Gartenfreunde in Südbrandenburg, von der Frauendorfer Agrargenossenschaft erworben. Und in diesem Sommer sind die schwergewichtigen Früchte besonders groß und saftig geworden. Fünf prächtige Wassermelonen hat der Lindenauer geerntet. Mit einer hat Andreas Paul auch eine illustre Schar von Gästen verblüfft. "Die haben nicht schlecht gestaunt", bestätigt er lachend. Der Ertrag ist hart erarbeitet. Erstmals war der Melonen-Versuch vor fünf Jahren komplett in die Hose gegangen. Eine Veredlungsstelle war nicht sauber genug, irgendeine komische Gurke ist gewachsen. Aber der passionierte Kleingärtner hat sich wieder an das Projekt getraut und im vergangenen Sommer fünf Melonen auf den Tisch gebracht. In diesem Jahr hat eine Pflanze acht Früchte getragen. "Aber die Nacktschnecken sind leider auch auf den Geschmack gekommen und haben fünf weggefressen", erzählt Andreas Paul begründet futterneidisch.

Die größte Melone hat immerhin 9,1 Kilogramm auf die Waage gebracht. Süß und saftig und nur etwas blasser als die für die Einkaufsmärkte eingeflogenen Früchte war sie. Im Freiland gedeihen Melonen gut. Zum Beginn der Wachstumsperiode hat der Lindenauer die Pflänzlein mit wenig Rinderdung versorgt. Später ist noch mager dosiert etwas vom guten alten DDR-Dünger gereicht worden. "Sonst reicht täglich eine Kanne Wasser", erzählt der Mann mit dem grünen Daumen. "Die Arbeit im Garten macht Spaß, auch wenn Rückschläge im Beet dazu gehören", bestätigt er vergnügt. Über die Eigenversorgung der Familie hinaus kommen auch Freunde in den Genuss der Vitaminbomben. Jetzt sind es Kartoffeln. Runkel- und Zuckerrüben sowie Rosenkohl folgen.