| 02:41 Uhr

Sanierungsschiff auf dem Großräschener See

Das Sanierungsschiff ist im Einsatz.
Das Sanierungsschiff ist im Einsatz. FOTO: str
Großräschen. Das Bekalkungsschiff hat auf dem Großräschener See jetzt Fahrt aufgenommen. Das jüngste Gewässer der schiffbar verbundenen Seenkette wird derzeit auf Hochtouren weiter geflutet. Kathleen Weser

1,25 Kubikmeter frisches Nass laufen im Schnitt pro Sekunde über die Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza in den sanierten Tagebaukrater ein. Das bestätigt Michael Matthes, der zuständige Projektleiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV). Bei sauren 3,3 liegt der pH-Wert des Seewassers jetzt etwa. Mit Kalkhydrat, das mobil unter der Wasserlinie eingebracht wird, schreiten die Sanierer zur Tat, um den See in den neutralen Bereich zu bringen. 12,5 Tonnen des basischen Heilmittels werden innerhalb von gut 20 Minuten mit dem kleinen Sanierungsschiff auf streng vorgeschriebenen Routen verteilt. Tankfahrzeuge, die 25 Tonnen fassen, liefern den Kalk an Land an. Innerhalb von sieben Minuten wird die Arbeitsmaschine auf dem Wasser dann beladen und erneut auf Tour geschickt. Die Kur beginnt in der Nähe des Ilse-Tunnels, der zum Sedlitzer See abgesperrt wurde. Denn der Nachbar behält bergtechnisch bedingt noch einen deutlich niedrigeren Wasserstand. Im Einsatz gegen das saure Nass ist ein Schiff des deutsch-schwedischen Unternehmens Movab mit Sitz in Lauta.