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Winterdienst im Landkreis OSL
Salzlager der Winterdienste übervoll

Senftenberg. Echtes Winterwetter lässt weiter auf sich warten. Kein Wunder, dass die Winterdienste der Region auf prall gefüllten Salzlagern sitzen. Obwohl es bereits Mitte Januar ist, wurde noch nicht einmal ein Viertel der Streuvorräte verbraucht. Auf den Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen im OSL-Kreis mussten die Winterdienste bis Anfang Januar zu 46 Einsätzen ausrücken, teilt Dr. Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen mit. Dabei wurden die Fahrbahnen mit 720 Tonnen Salz aufgetaut. Insgesamt stünden 3000 Tonnen zur Verfügung. Diese kämen teilweise noch aus den Vorjahren, die im Großen und Ganzen ebenfalls durch milde Winter geprägt waren. Lediglich im Januar 2017, als über mehrere Wochen echtes Winterwetter herrschte, wurde mehr Salz benötigt.

„Zum Glück ist Streusalz mit Antibackmitteln versehen. Daher kann es über mehrere Jahre gelagert und verwendet werden“, erklärt Mitschka. Ohnehin gebe es immer einen festgelegten Mindestbestand an Salz.

Auf den Kreisstraßen zwischen Spreewald und Kmehlener Bergen ist im bisherigen Winter 2017/18 erst 35 Mal gestreut worden. Laut Kreissprecherin Sarah Werner kamen dabei rund 100 Tonnen Auftausalz zum Einsatz. Im Lager selbst lägen 700 Tonnen. Dabei handele es sich durchweg um „frisches“ Salz, das im Sommer 2017 angeliefert worden war. „Unsere alten Salzbestände aus den Vorjahren haben wir im Winter 2016/2017 aufgebraucht“, erklärt Werner. Falls der jetzige Winter nicht noch die Zügel anziehen sollte, verbliebe das übrig gebliebene Salz erneut in den Lagern der Kreisstraßenmeisterei. In den kommenden Tagen soll überwiegend trockenes Wetter mit Nachtfrösten überwiegen. Möglicherweise müssen die Winterdienste hier und dort aufgrund von Reifglätte tätig werden.

(trt)