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| 01:07 Uhr

„Salome“ von Oscar Wilde nächsten Monat im Kurmärker

Großräschen.. Die Schülertheater-AG des Friedrich-Hoff-mann-Gymnasiums ist mitten in der Probenphase für eine neue große Inszenierung. Bis zu drei Mal in der Woche treffen sich die sieben Laienschauspieler auf der Bühne des Speisesaals im Gymnasium. Roland Wünsche

In der nächsten Zeit wird es auch am Wochenende Proben geben, denn es geht mit Riesenschritten auf die Premiere zu.
Die drei Mädchen und vier Jungen haben bereits langjährige Bühnenerfahrung. Neben Märchenaufführungen inszenierten sie schon „Die Welle - Morton Rhue“ und Anfang 2004 den „Professor Mamlock“ von Friedrich Wolf. Letzteren mit großem Erfolg.
Diesmal handelt es sich um eine besonders anspruchsvolle Inszenierung. Die Gruppe hat sich an das Schauspiel „Salome“ von Oscar Wilde herangewagt. Die Fabel dazu steht schon in der Bibel: Herodes begehrt Salome, die Tochter seiner zweiten Frau Herodias. Auf einem großen Fest flieht sie vor seinen lüsternen Blicken.
Sie hört die Stimme des Propheten Jochanaan und verliebt sich in ihn. Er aber verschmäht und verflucht sie, als sie ihn küssen möchte. Herodes wünscht, dass Salome für ihn tanzt. Das Mädchen willigt ein, nachdem sie ihm das Versprechen abgerungen hat, ihr jeglichen Wunsch zu erfüllen. Nach dem Tanz (der Tanz der sieben Schleier) fordert sie das Haupt des Propheten Jochanaan, das sie auch bekommt.
„Salome“ ist im Gegensatz zu Wildes weiteren Stücken (fast ausschließlich Komödien) ein ernsthaftes Drama über zwanghafte Leidenschaften. Es geht dabei um einen schwierigen Stoff. Das Werk wurde 1896 uraufgeführt, obwohl Oscar Wilde es bereits fünf Jahre zuvor geschrieben hatte. In London wurde es dann von der Theaterzensur verboten. In Deutschland wurde es unter der Regie von Max Reinhardt 1936 zu einer Sensation.
Die Arbeitsgemeinschaft Theater wird von der Gymnasiastin Margarete Bönisch mit großem Engagement und Können geleitet. Sie führt auch die Regie. Teresa Schmidt übernahm die Choreographie des Tanzes. In den Rollen spielen Luisa Sonntag (Salome), Bianca Zickler (Herodias), Sebastian Beese (Herodes), Christin Sickora (Jocha-naan), Philipp Weise (Junger Syrer), Robin Stöbel (Herodias Page) und Uwe Semsch (Krieger).
Das Drama wird als eine Veranstaltung des Kulturfördervereins Stadt Großräschen am Samstag, dem 12. Februar um 16 Uhr im Saal des Kurmärker aufgeführt. Eintrittskarten für sechs (Erwachsene) bzw. vier Euro (Schüler) sind in folgenden Vorverkaufsstellen zu erwerben: Kurmärker (Büro des Kulturfördervereins), Lausitzer Gartenwelt Adam (Freienhufener Straße) und Büroexpress Conrad (Calauer Straße).
Die Premiere des Stücks wird während des Schülertheatertreffens an der Neuen Bühne in Senftenberg, das am 21. Januar beginnt, zu sehen sein.