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| 18:49 Uhr

Ruhland
Ruhland macht vor, wie es geht: Muster-Amt in Brandenburg

Über die Wahl des Amtsdirektors hat die RUNDSCHAU vor 25 Jahren  berichtet. Zum Jubiläum überbrachten Minister Schröter (r.), SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Theiss und Landrat Heinze (l.) Glückwünsche an Roland Adler.
Über die Wahl des Amtsdirektors hat die RUNDSCHAU vor 25 Jahren berichtet. Zum Jubiläum überbrachten Minister Schröter (r.), SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Theiss und Landrat Heinze (l.) Glückwünsche an Roland Adler. FOTO: Steffen Rasche
Ruhland. Das Amt Ruhland feiert sein 25-jähriges Bestehen. Roland Adler als Amtsdirektor der ersten Stunde und Rekordhalter im Landkreis OSL wird vom Innenminister gewürdigt.

Im Land Brandenburg ist das Amt Ruhland eine Ausnahme. „Eine positive“ - darauf legt Amtsdirektor Roland Adler Wert. Denn zwischen Hohenbocka, Sella und Jannowitz hat sich schon eingespielt, was anderswo im Land noch vergeblich angestrebt wird.

Die sechs Amtsgemeinden haben Aufgaben ans Amt übertragen, die normalerweise kein Dorf freiwillig aus der Hand gibt. Schule, Kindergarten, Turnhalle, Feuerwehr, Radwege, Winterdienst, Grünabfalldeponien, und Friedhöfe gehören dazu. „Das Amt Ruhland schultert schon jetzt vieles, was anderswo noch getrennt ist“, spart Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitagnachmittag bei der Jubiläumsfeier nicht mit Lob. Das sei landesweit in Brandenburg eher die Ausnahme.

„Sie sind schon etwas Besonderes“, würdigt er daher vor den Mitgliedern des Amtsausschusses. Was er damit meint, wissen die ehrenamtlichen Bürgermeister, die mit am Tisch sitzen, ganz genau. In den 25 Amts-Jahren haben sie den Blick über den dörflichen Tellerrand inzwischen solide drauf. Und so denkt nicht nur jeder ans eigene Dorf, sondern hat den Nachbarn immer mit im Blick.

Gemeinsam gelingt es so, größere Projekte zu stemmen, die für kleine Dörfer wie Grünewald oder Lipsa eine Nummer zu groß wären. Der millionenschwere Ausbau des Guteborner Kindergartens steht dafür beispielhaft. Gleichermaßen die Neugestaltung des Ruhlander Bahnhofsvorplatzes, der für alle Amtsgemeinden derzeit auf der Prioritätenliste Vorfahrt hat.

Für das gemeinsame Wirtschaften im Amtsgebilde zieht seit 25 Jahren Amtsdirektor Roland Adler die Strippen. Seit dem 16. Dezember 1992 im Dienst, ist er ein Amtsdirektor der ersten Stunde. „Damit ist er Rekordhalter im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Keiner bringt mehr Erfahrung auf die Waage“, betont Landrat Siegurd Heinze (parteilos).

Wohin die Reise des Amtes Ruhland geht, darüber soll beim nächsten Amtsausschuss beraten werden. Amtsdirektor Roland Adler kann sich vorstellen, dass die Verbandsgemeinde für Ruhland ein Zukunftsmodell ist. Abgesehen vom Flächennutzungsplan, erfüllt das Amt ohnehin schon alle Kriterien dafür.

Nach der Silberhochzeit soll zudem der Bau eines multifunktionalen Hauses in Ruhland vorbereitet werden. In dem Neubau sollen sich später Senioren, Kitakinder und Vereine gleichermaßen wohlfühlen.

Dass das Amt schon heute eine besondere Anziehungskraft auf junge Familien mit Kindern hat, ist an den vielen Zuzügen ablesbar. Ein buntes Vereinsleben und bestens ausgestattete Schulen und Kindergärten erleichtern die Entscheidung, sich zwischen Hermsdorf und Schwarzbach/Biehlen niederzulassen. Alle sechs Kitas sind inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen angekommen.