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| 18:46 Uhr

Ruhland hat jetzt eine „Starke Schule“

Die Plakette „Starke Schule“ haben Lehrer und Schüler aus Ruhland in Berlin in Empfang genommen. Das Preisträger-Schild wird künftig den Eingangsbereich der Schule zieren. Foto: cw
Die Plakette „Starke Schule“ haben Lehrer und Schüler aus Ruhland in Berlin in Empfang genommen. Das Preisträger-Schild wird künftig den Eingangsbereich der Schule zieren. Foto: cw FOTO: cw
Ruhland. Die Geschwister-Scholl-Oberschule in Ruhland darf sich ab sofort "Starke Schule" nennen. Die Bildungseinrichtung ist in dieser Woche zum Preisträger des gleichnamigen Wettbewerbes gekürt worden, den die Hertie-Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit, der Arbeitgeberverband und die Deutsche Bank Stiftung initiiert haben. C. Würz

Aus den Händen von Bildungsministerin Martina Münch nahmen Schüler und Lehrer am Dienstag in Berlin die Auszeichnung entgegen "Wir sind glücklich und sehr stolz auf unser Ergebnis", erklärte Rektor Gisbert Büttner am Donnerstag vor Bürgermeistern und Partnern aus der Wirtschaft, denen man den Erfolg - einen achten Platz unter 36 Teilnehmern in der Landeswertung Brandenburg - präsentierte.

Die Ruhlander Oberschule hatte sich schon wiederholt an dem bundesweiten Wettbewerb beteiligt, mit dem jene besten Schulen Deutschlands gesucht werden, die besondere Projekte und Ideen zur Ausbildungsvorbereitung und Ausbildungsreife ihrer Schüler realisieren. Die Ruhlander Oberschule kann zu diesem Thema viel in die Waagschale werfen. Seit etwa zwei Jahren wird das Profil der Schule in Richtung Ausbildungsvorbereitung gelenkt. "Es geht uns um eine effektive Berufsorientierung für unsere Schüler, um die Entwicklung von Kompetenzen und darum, dass jeder Schüler seine Stärken selbst erkennt und fördert", erklärte Beate Vater, Fachlehrerin für Wirtschaft-Arbeit-Technik. So spielen Schülerpraktika eine ganz große Rolle. "Dafür pflegen wir schon seit langem engen Kontakt mit den Betrieben der Region", ergänzte sie.

Zehntklässlerin Anne Rzepka erzählte beispielsweise von ihrem Praktikum im Altenpflegeheim in Brieske, wo die Ruhlander Schüler sich über eine für ältere Menschen günstigere Flurgestaltung Gedanken machten.

Ganz groß ist die Ruhlander Oberschule zudem auch in den Schülerwettbewerben "Lego League" und im Erdgaspokal der Schülerköche. Bei beiden Veranstaltungen haben die Schüler schon Erfolge und vordere Plätze erringen können. "Um bei solchen Wettbewerben die Nase vorn zu haben, braucht man die Fähigkeit zur Teamarbeit", bestätigte Rektor Gisbert Büttner. Philipp Grundke aus der 8. Klasse schilderte, wie die Mannschaften bei Lego League und im Kochduell Hand in Hand arbeiten müssen, um die anspruchsvollen Aufgaben erfüllen zu können.

Auch die Partnerschaft mit einer französischen Schule und ein spezielles Berufsbewerbungstraining gehören zu jenen Projekten, mit denen die Schüler fit für den Berufseinstieg gemacht werden sollen. Seit Kurzem gibt es zudem auch noch ein Seminar für Eltern, das von jetzt an regelmäßig angeboten werden soll.

"Dass wir zu den Besten im Wettbewerb gehören, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", freut sich Schulleiter Büttner. Und auch die Bürgermeister aus Ruhland und Schwarzheide, Eberhard Krause und Christoph Schmidt, waren voll des Lobes. "Die Schule hat eine sehr positive Außenwirkung. Das war nicht immer so und ist jetzt besonders zu loben", so Schmidt.