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| 15:34 Uhr

Rundes Jubiläum
Firma Noack KG sorgt seit 100 Jahren für schnurrende Motoren

 Klaus-Jürgen Noack (r.), Geschäftsführer der Elektromaschinenbau Noack KG, beschäftigt ein Team von Spezialisten, die Motoren jeglicher Art wieder zum Laufen bringen.
Klaus-Jürgen Noack (r.), Geschäftsführer der Elektromaschinenbau Noack KG, beschäftigt ein Team von Spezialisten, die Motoren jeglicher Art wieder zum Laufen bringen. FOTO: HWK Cottbus
Ruhland. Seit genau 100 Jahren behauptet sich der Ruhlander Elektromaschinenbaubetrieb am Markt.

Einer Hauptaufgabe sind die Mitarbeiter stets treu geblieben: der Reparatur von Elektromotoren. In diesem Jahr feiert der Familienbetrieb aus Ruhland sein 100-jähriges Bestehen. Dafür gibt es von der Handwerkskammer Cottbus (HWK) am kommenden Freitag eine Ehrenurkunde, informiert Sprecher Michel Havasi.

Am 15. Februar 1919, einem Sonnabend, wagte Paul Noack den entscheidenden Schritt: Er übernahm die Außenstelle des Dresdner Unternehmens Pöschmann & Co., einem Hersteller von Elektromotoren in der Krise, und machte sich selbstständig. Mit der Übernahme etablierte Paul Noack gleich das neue Geschäftsfeld, die Reparatur von Elektromotoren. Bis heute liegt darin das erfolgreiche Kerngeschäft des Betriebes. Zu den Kunden zählen große Industriebetriebe der Energie-, Chemie- und Papierbranche. Hauptauftraggeber war jedoch von Anfang an die Braunkohlenwirtschaft mit ihren Tagebauen und Brikettfabriken.

Der heutige Geschäftsführer ist Klaus-Jürgen Noack, der 1957 bereits im Alter von 14 Jahren seine Lehre im Familienbetrieb begann. 1969 machte er seinen Meisterabschluss. Nachdem das Unternehmen von 1958 bis 1972 halb verstaatlicht war, wurde es im Mai 1972 zum Volkseigenen Betrieb (VEB) Elektromotoren Ruhland zwangsverstaatlicht. Eine schwierige Zeit für Klaus-Jürgen Noack, der damals bereits Mitbesitzer war. „Schon einmal, nämlich 1945 nach dem Krieg, mussten wir den Betrieb abgeben. Damals übernahmen die Russen und prüften, ob wir für die Kriegsproduktion gearbeitet hatten“, erinnert sich der 75-Jährige. Das war nicht der Fall, sodass der Betrieb nach einiger Zeit zurückgegeben wurde.

Nach der Wende 1990 war das nicht so einfach. Diesmal musste der Handwerksmeister seinen Betrieb wieder zurückkaufen, ebenfalls kein leichtes Unterfangen. Heute beschäftigt der Elektromaschinenbauermeister elf Mitarbeiter und zwei Lehrlinge, darunter auch sein eigener Enkel Maximilian Noack. Sie alle sind Spezialisten für Spulen, Magnete, Windungen und einfach alles, was zu einem Elektromotor dazugehört.

(trt)