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Ruhland blitzt mit Wunsch nach Fußgängerüberweg ab

Ruhland. Die Stadtväter wollen in der verkehrsgeplagten Berliner Straße für Ruhe sorgen. Einheimische haben der schmalen Piste schon den Zweitnamen "Stadtautobahn" verpasst. Andrea Budich

Mit ihrem Antrag für den Bau eines Fußgängerüberweges in Höhe des evangelischen Kindergartens ist die Stadt beim Straßenverkehrsamt aber abgeblitzt. Das hat der amtierende Amtsdirektor Christian Konzack am Montagabend bei der Stadtverordnetenversammlung einräumen müssen.

Die klare Abfuhr kam selbst für den Verwaltungsfachmann überraschend. Denn der Antrag war mit Zahlen untersetzt, die Ergebnisse einer vierwöchigen Verkehrszählung sind. Danach fädeln sich täglich durchschnittlich 6000 Fahrzeuge durch das Nadelöhr hin zum historischen Kleinstadtkern. Darunter ist ein erheblicher Anteil an Schwerlastverkehr, obwohl für den Abschnitt eine Tonnagebegrenzung dies gar nicht erlaubt. 78 Prozent aller Fahrzeuge waren im Untersuchungszeitraum zu schnell. Mit diesen Daten in der Rückhand hatte Christian Konzack auf eine zügige Genehmigung des von den Ruhlandern lange geforderten Überweges gehofft.

Von der Notwendigkeit eines Fußgängerüberweges zeigt sich die Straßenverkehrsbehörde indes noch nicht überzeugt. Sie hat dem Amt aufgetragen, zusätzlich die Personenströme, die die Berliner Straße kreuzen, zu zählen.