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| 17:19 Uhr

Rückkehrer-Tage des Regionalen Wachstumskerns Westlausitz
Vom Emsland in die Lausitz

Thomas Büsse hat nicht nur mit dem Seesport, sondern auch mit seinem Lebensmittelpunkt in Großräschen einen Heimathafen gefunden.
Thomas Büsse hat nicht nur mit dem Seesport, sondern auch mit seinem Lebensmittelpunkt in Großräschen einen Heimathafen gefunden. FOTO: Seenland kreativ GmbH / Peter Aswendt
Großräschen. Thomas Büsse hat vor drei Jahren in Großräschen sein neues Zuhause gefunden. Bei den dritten Rückkehrertagen am 27. und 28. Dezember kann sich jeder informieren, wie man in der Region Fuß fassen kann. Von Peter Aswendt

Auch in diesem Jahr bietet der Regionale Wachstumskern Westlausitz (RWK) zu den Rückkehrertagen am 27. und 28. Dezember attraktive Möglichkeiten an, um entweder in die Heimat zurückzukehren oder eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Eine berufliche Zukunft in der Lausitz fand auch Thomas Büsse (57) aus Lingen im Emsland. „Ich habe ein Jobangebot vom Fraunhofer Institut bekommen und war neugierig“, beschreibt der Diplom-Ingenieur seine Intensionen zur beruflichen Veränderung.

Dass damit ein kompletter Wechsel des privaten Umfeldes einherging, war für den Emsländer kein Problem. „Ich bin vor knapp fünf Jahren zu Gesprächen in die Lausitz gekommen und habe im Seehotel Großräschen gewohnt“, erinnert er sich. Die Entscheidung war schnell gefallen und Thomas Büsse forschte ab sofort im Chemiewerk in Schwarzheide an der Verarbeitungstechnik von Biopolymeren.

Den Wohnort Großräschen hat sich Thomas Büsse bewusst ausgesucht: „Als ich die Tage im Hotel verbrachte, habe ich mich intensiv umgeschaut und gemerkt, hier in Großräschen tut sich was“, schildert er seine ersten Eindrücke. Deshalb überlegte er nicht lange und fand in Großräschen seinen privaten Lebensmittelpunkt.

Da Thomas Büsse neben seinem Beruf auch privat ein aktiver Mensch ist, engagierte er sich in einigen kirchlichen Aktivitäten der Stadt. Hier lernte er auch den Bürgermeister Thomas Zenker kennen. Dass beide, neben dem gleichen Vornamen, noch etwas anderes verbindet, war ein grandioser Zufall. „Ich erzählte dem Bürgermeister von meiner sportlichen Vergangenheit im Rudersport“, erinnert er sich. „Als mich der Bürgermeister dann später fragte, ob ich mich nicht beim Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft Seesport an der Friedrich-Hoffmann-Oberschule beteiligen möchte, war die Freude groß“, so Thomas Büsse.

Die Freude kam bei dem leidenschaftlichen Ruderer nicht von ungefähr: „Rudern ist ein wichtiger Teil meines Lebens“, stellt er klar. Mit der längsten Ruderstrecke auf stehendem Wasser, die 233 Kilometer lang war, sicherte sich Thomas Büsse sogar einen Eintrag in das ­Guinness-Buch der Rekorde. Eine seiner größten Herausforderungen als Ruderer bewältigte er als Na­tionalmannschaftstrainer des deutschen Leichtgewichts-Doppelvierers. Als er die Rudermannschaft bei der Weltmeisterschaft im Jahr 1998 in Köln zur Silbermedaille führte, war das für den passionierten Ruderer ein Höhepunkt seiner Trainerkarriere.

In viereinhalb Jahren hat Thomas Büsse nun seine neue Heimat schätzen und lieben gelernt. „Ich fühle mich hier sehr wohl, die Menschen und die Natur sind etwas Besonderes“, schildert er sein Lebensgefühl. „Ich haben meinen Weg in die Lausitz nicht bereut und kann jedem empfehlen, sich bei den Rückkehrertagen über die Potenziale der Region zu informieren“, schließt Thomas Büsse.