ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:31 Uhr

Rückbau geht in Senftenberg weiter

Senftenberg. Manfred Pfeiffer gibt zu, dass es schmerzt, den ansehnlichen Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft Senftenberg e. G. (WBG) auch in den nächsten Jahren weiter reduzieren zu müssen. Manfred Feller

Von den einst knapp 4000 Wohnungen seien nur noch rund 3000 übrig geblieben. „Mit dem Rückbau und teilweise auch dem Verkauf haben wir den Leerstand stark reduzieren können. Aber wir sind noch nicht im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen angekommen“, sagt der Vorsitzende des WBG-Vorstandes. Damit steht er in einer Reihe mit den meisten anderen großen Vermietern in der Lausitz. Und ein Ende sei aufgrund des weiter voranschreitenden Bevölkerungsrückganges leider nicht in Sicht.

Gestern verständigten sich Wohnungsunternehmen aus ganz Brandenburg in Potsdam mit Vertretern des Landes darüber, wie es mit dem Stadtumbau weitergehen soll.

Die Wohnungsbaugenossenschaft Senftenberg hat ihren Rückbauplan 2008 erst in diesem Jahr abschließen können. Dazu gehörten leere Blocks in der Rosenstraße 18 bis 22 (30 Wohnungen), in der Weiskopfstraße 13 bis 17 (24) und in der Wilhelm-Külz-Straße 1 bis 5 (48). In der Rosenstraße ist vom stehen gebliebenen Plattenbau noch der Giebel zu verputzen und zu streichen. Alle neu gewonnenen Freiflächen werden lediglich begrünt. Weitergehende Pläne gebe es vorerst nicht.

2009 gehe der Abriss in kleinem Umfang weiter. Nach Auskunft von WBG-Vorstand Manfred Pfeiffer werden „so schnell wie möglich“ 32 Wohnungen in der Erich-Weinert-Straße in Senftenberg von der Bildfläche verschwinden.

Weiter geht es erst wieder 2010 mit insgesamt 219 Wohnungen in Senftenberg und Schipkau. Die betreffenden Genossenschaftsmitglieder und Mieter würden jeweils etwa zwei Jahre im Voraus erstmals informiert, dass ihre vier Wände vom Markt genommen werden müssen.

Für den Rückbau erhielten bislang nur Firmen aus der Region den Zuschlag, so aus Schipkau und Drebkau. Manfred Feller