3464 Bürger der Stadt – das sind knapp 62 Prozent der Wähler - gaben dem Ingenieur für Energieanlagentechnik am gestrigen Wahltag ihre Stimme. 2131 Wähler und somit 38 Prozent votierten für die Gegenkandidatin Viola Weinert, die für die Partei Die Linke angetreten ist.

Insgesamt waren in den 15 Wahllokalen 14 837 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Tatsächlich traten aber nur 5759 Lauchhammeraner an die Wahlurnen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 38,8 Prozent.

„Ich freue mich und bin sehr überrascht, dass es doch ein relativ eindeutiges Ergebnis gegeben hat“, sagte Wahlsieger Roland Pohlenz am Sonntagabend. Der selbstständige Unternehmer war nach eigener Aussage im Vorfeld von einem engeren Kopf-an-Kopf-Rennen mit seiner Kontrahentin von der Linkspartei ausgegangen. „Das Wahlergebnis von über 60 Prozent gibt mir nun eine gewisse Sicherheit, eine deutliche Mehrheit der Lauchhammeraner hinter mir zu haben“, erklärte er auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Pohlenz, der selbst schon seit über zehn Jahren Stadtverordneter in Lauchhammer ist, hatte im Wahlkampf ein breites Spektrum der im Stadtparlament vertretenen Parteien und Fraktionen hinter sich vereinigt. Seine Kandidatur wurde von den Parteien CDU, FDP, SPD sowie von der Wählergruppe Vereine Lauchhammer (WVL) unterstützt.

Viola Weinert, die Bürgermeisterkandidatin der Linkspartei, erklärte: „Knapp 40 Prozent der Stimmen für einen Kandidaten der Linkspartei ist erstmal kein schlechtes Ergebnis. Natürlich hätte ich mir einen Sieg lieber gewünscht. Nachdenklich stimmt mich, dass 9000 Lauchhammeraner gar nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.“

Die Stimmen zur Bürgermeisterwahl waren in den Lauchhammeraner Wahllokalen im Anschluss an die Landratswahl ausgezählt worden. Schon 20 Minuten nach 18 Uhr meldete das Wahllokal „Herbstsonne“ in Lauchhammer-Mitte das erste Ergebnis. Bereits gegen 20 Uhr stand mit Eingang der letzten Zahlen aus den Wahllokalen das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fest. Catrin Würz