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| 16:22 Uhr

Verein rührt die Werbetrommel
Förderverein arbeitet am Zukunftsplan für das Ortrander Freibad

Ortrand. Im Kulturbahnhof werden Anfang April die ersten Projekte vorgestellt und die nächsten Schritte beraten.

Das Ringen um das Ortrander Frebad geht weiter. Der Förderverein rührt die Werbetrommel. Jeder Mitstreiter zählt.

Nachdem sich Ende des letzten Jahres etwa 30 Bürger aus Ortrand und der Umgebung zusammengefunden hatten, um über die Zukunft des Freibades in Ortrand zu diskutieren, befindet sich der dort verabredete Förderverein „Wassersportgemeinschaft 1925“ auf der Zielgeraden der Vereinsgründung. „Der Vorstand wartet derzeit auf die Eintragung in das Vereinsregister“, erklärt der Vorsitzende, Bürgermeister Niko Gebel (CDU).

In der Zwischenzeit wurden in Arbeitsgruppen die technischen Varianten und Möglichkeiten einer Wiederaufnahme des Badbetriebes mit Experten diskutiert. Die daraus resultierenden Ideen sollen nun präsentiert werden, kündigt Gebel an. Auch die ersten Entwürfe der Internetseite und Projekte liegen vor.

Im Jahr 1926 hatten die Stadt und der damalige Verein „Wassersportgemeinde Ortrand“ das erste öffentliche Freibad eröffnet. An der gleichen Stelle wurden in den 60er-Jahren und zum Ende der 90er-Jahre umfangreiche Investitionen getätigt. Im Jahr 2014 wurde die Anlage geschlossne. Campingplatz und Freibad waren dem langsamen Verfall ausgesetzt. Eine Investition von damals zwölf Millionen D-Mark aus Steuergeldern stand „wie ein trauriges Mahnmal in der Landschaft zwischen der Stadt Ortrand und der Gemeinde Kroppen“, erinnert Gebel.

Durch die Gründung einer Arbeitsgruppe im Jahr 2015 wurde das Interesse von Investoren und Unterstützern geweckt. Ende 2016 zeigten sich durch angestrebte Kooperationen mit privaten Investoren erste positive Zeichen, die einer Wiedereröffnung der Anlage wieder mehr Hoffnung gaben.

Letztendlich konnte die Familie Karl-Heinz und Silke Phillip aus Großthiemig überzeugen, das Objekt zu übernehmen. Die klare Aussage der unterstützenden Banken aber ist, dass der Erhalt und die Unterhaltung öffentlicher sozialer Infrastruktur, wie eben eines Freibad in Ortrand, nicht durch private Investoren zu betreiben ist. Das große Ziel des neuen Fördervereins ist es, „die mittlerweile 91-jährige Tradition weiterleben zu lassen und das Freibad in der Stadt Ortrand wieder zu eröffnen“, erklärt Niko Gebel. 

Öffentliche Sitzung des Fördervereins für das Ortrander Freibad
Freitag, 6. April, 18 Uhr
im Ortrander Kulturbahnhof

(kw)