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Riesiger Fundus des Ortrander Museums zieht um

Ortrand. Der Fundus des Ortrander Stadt- und Schradenmuseums zieht Anfang Mai um. Das bestätigt Amtsdirektor Kersten Sickert. KaWe

Gemeinsam mit dem Sportverein sei eine gute Lösung gefunden worden, um die Exponate und gesammelten Antiquitäten aus dem Haus Müller im Rathaushof sicher auszulagern. Eine Halle sei dafür im Stadtgebiet gefunden worden.

Die Vielzahl musealer Gegenstände und Leihgaben sowie Sammlerstücke hält locker mit einem Kreismuseum mit. Die Platznot ist damit nicht gebannt und wird den Heimatverein zum Handeln zwingen. Da sind sich die Stadtverordneten sicher. Die nunmehr erschlossene Lagerkapazität als bequeme Übergangslösung lässt die Ortrander zunächst aufatmen. Denn die Zeit drängt: Dach und Fassade des Gebäudes, das derzeit noch für den Fundus genutzt wird, sollen mit Mitteln der Stadtsanierung in diesem Jahr auf Vordermann gebracht werden. Sonst droht eine Rückforderung von Fördermitteln von etwa 50 000 Euro für den bereits gestalteten Rathaushof. "Wir wollen und werden dieses Geld nicht zurückgeben", bekräftigt der Amtsdirektor. Denn das Gebäude müsse so oder so fertig saniert werden. "Ich bin sehr froh über die Lösung und vor allem auch darüber, dass viele Hände mit anpacken wollen, um den Umzug des riesigen Fundus' zügig und geordnet über die Bühne zu bringen", so Sickert weiter.

Der Amtsdirektor favorisiert perspektivisch ein gemeinsames Schradenmuseum im Schloss Großkmehlen. Dieses sei schön und zweckmäßig saniert, ein hervorragender musealer Standort und besonders attraktiv für historisch Interessierte.