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Resolution zu Lkw-Fahrverbot verabschiedet

Seit Jahren protestieren die Allmosener gegen die mautflüchtigen Lastwagenfahrer, die von und zur A 13/Ruhland abkürzen.
Seit Jahren protestieren die Allmosener gegen die mautflüchtigen Lastwagenfahrer, die von und zur A 13/Ruhland abkürzen. FOTO: Rasche/str1
Allmosen. Während das Cottbuser Verwaltungsgericht einer Lärmschutzklägerin aus Klein Oßnig bereits Recht gegeben hat, ist ein Klageverfahren aus Allmosen noch nicht beendet. Das teilt Oberspreewald-Lausitz-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) auf eine Anfrage des Grünen-Kreistagsabgeordneten Winfried Böhmer mit. jag/ta

Im Rahmen des Verfahrens habe das Gericht um Berechnungsdaten für die viel befahrene Bundesstraße 169 gebeten und der Landesbetrieb Straßenwesen ein Planungsbüro beauftragt, diese zu ermitteln.

Derzeit fänden Abstimmungsgespräche zwischen den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße mit dem Landesbetrieb sowie dem zuständigen Fachministerium für Infrastruktur und Landesplanung statt. "Ziel dabei ist, ein abgestimmtes Vorgehen sowie die geeigneten und angemessenen Maßnahmen zu definieren", sagt Heinze.

Der Verkehrsausschuss der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus hat indes eine Resolution zum möglichen Durchfahrtsverbot für Lkw auf der Bundesstraße 169 zwischen Cottbus, Senftenberg und Schwarzheide vorgelegt.

Darin werden die Landkreise aufgefordert, den Anwohnern entlang der B 169 den im Urteil des Verwaltungsgerichtes Cottbus geforderten Lärmschutz zu gewähren. Dieser Prämisse folgen die Forderungen der Kammer, Einschränkungen der unternehmerischen Tätigkeit weitestgehend zu vermeiden sowie Ziel- und Lieferverkehr per Lkw für Unternehmen an dieser Bundesstraße zu gewähren.

Die IHK-Vollversammlung mahnt schnellstmöglich ein Verkehrslenkungskonzept an, das Auswirkungen eines Lkw-Fahrverbotes auf umliegende Landes- und Bundesstraßen und dort lebende Anwohner abschätzen soll. Letztlich soll ein Lärmschutzgutachten Wege zur Lärmreduktion für die Anwohner vorschlagen, um schnellstmöglich handeln zu können.

Mit der Forderung nach Planungen für den Bau der noch fehlenden Ortsumfahrungen entlang der B 169, die schnellstmöglich begonnen beziehungsweise fortgesetzt werden müssen, endet die Resolution.

Etwa 1000 Lastkraftwagen passieren täglich auf der B 169 die Ortsdurchfahrten zwischen Schwarzheide und Cottbus. Vor allem Brummis im Transitverkehr meiden dabei den Umweg über das Spreewald-Dreieck zwischen den Autobahnen A 15 und A 13. Sie kürzen 30,7 Kilometer über die B 169 ab, sind schneller und sparen auch Mautbeiträge.

Für die Anwohner in Klein Oßnig liegt der Lärmpegel seit Jahren tags und nachts deutlich über den gesetzlich festgelegten Grenzwerten.