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Rentner-Vermögen kommt Großräschenern zugute

Großräschen. Großräschen ist mit einer Erbschaft vor zwei Jahren unverhofft zu Geld gekommen. Wofür die 72 000 Euro des Großräschener Rentnerehepaares Elli und Walter Junek ausgegeben werden, darüber soll in der Stadtverordnetenversammlung am morgigen Mittwoch das letzte Wort gesprochen werden. Andrea Budich

Ein Teil des Geldes ist schon ausgegeben. Der Kleinbus für die Schüler der Friedrich-Hoffmann-Oberschule rollt seit gut einem Jahr. Ersetzt wurde der klapprige alte Schulbus, der schon über 400 000 Kilometer auf dem Tacho hatte und immer reparaturanfälliger wurde. Auch der Gedenkstein mit Bronzeplastik "Das Mädchen mit dem Tränenkrug" und Inschrift für die Verstorbenen steht bereits auf dem Friedhof.

Vom Tisch ist jedoch die vor zwei Jahren favorisierte Idee der Gründung einer Bürgerstiftung. "Die anhaltend niedrige Zinslage und der hohe Verwaltungsaufwand sprechen nach gründlicher Prüfung dagegen", erklärt Bürgermeister Thomas Zenker (SPD). Nach mehreren Diskussionsrunden soll daher von dem Rest-Nachlass ein zweiter Stuhlsatz mit 250 stapelbaren Einzelstühlen für den Kurmärker-Saal angeschafft werden. Hinzu kommen vier interaktive Tafeln (Whiteboards) für den Schulunterricht. Davon profitieren beide Grundschulen und Großräschens Oberschule. Im Sinne der Erblasser, einem immer bescheiden in der Rembrandtstraße lebenden Großrä schener Ehepaar, kommt das geerbte Geld damit einer breiten Bürgerschaft zugute. "Wir denken, dass mit der öffentlichen Nutzung ihrem letzten Willen entsprochen wird", so der Bürgermeister. Tagung der Stadtverordneten Großräschen

Mittwoch, 18 Uhr, Kurmärker-Saal