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| 01:02 Uhr

Rente gestern, heute und morgen

Hans Mittank schreibt über eine Veranstaltung für Senioren in Großräschen: Vor 26 interessierten Zuhörern sprach Karl-Heinz Schmalfuß, Mitglied der Arbeitsgruppe „Gesundheit und Soziales“ im Landesseniorenrat Brandenburg, im

Großräschener Kurmärker zum Thema „Unsere Rente - gestern, heute, morgen“ . In seinen Ausführungen sagte er, dass die Rente durch den Reichskanzler Bismarck im 19. Jahrhundert in die Wege geleitet wurde. Sie sollte ein Ventil zu dem Druck sein, den die Regierung durch das Sozialistengesetz auf die Arbeiter ausübte. Es gab damals, so sagte Schmalfuß, eine verlässliche, relativ geringe Rente für einen kleinen Teil der Bevölkerung. Er betonte weiterhin das Bismarck festgelegt hatte, dass die Rente von der arbeitenden für die nicht arbeitende Schicht bezahlt wurde. Dieses Generationsprinzip, so forderte der Redner, sollte künftig erhalten bleiben. 1957 koppelte die BRD die Rente an den Lohn, was in der DDR leider nicht geschah. In der DDR wurde nach seiner Ansicht viel für das Soziale getan. Es gab 27 Zusatzversorgungssysteme und vier Sonderversorgungen. Die Rente entsprach 60 Prozent des Nettolohnes. Nach Ansicht des Referenten gibt es auch heute noch ungelöste Probleme und Ungerechtigkeiten in der Rentengesetzgebung, denn noch immer erhält der Ostrentner nur 87,9 Prozent der Westrente. Nominale Steigerungen sind nicht zu erwarten. Im Anschluss an die Ausführungen des Experten gab es noch eine rege Diskussion. Diese Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung kann als gelungen eingeschätzt werden.