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| 01:27 Uhr

Reges Treiben in „Unserem Fritz“

Gesucht war die Wohnsiedlung „Unser Fritz“ in Kostebrau.
Gesucht war die Wohnsiedlung „Unser Fritz“ in Kostebrau. FOTO: tr
Kostebrau. Etwas schwieriger war das Rätselbild der vergangenen Woche. Dennoch ließen sich vor allem die Einheimischen kaum in die Irre führen und wussten Bescheid. Dazu zählt auch Norbert Löhnert aus Kostebrau. tr

Er schreibt:

Das Foto zeigt eine in ihrer Gesamtheit einmalige Bergarbeitersiedlung in Kostebrau. Dieser Wohnkomplex war für die Bergarbeiter für die Zeit ihres Dienstes in der Grube „Unser Fritz“ bestimmt. Diese Tiefbaugrube wurde im Jahr 1896 angemeldet. Sie hatte eine Brikettfabrik mit drei Pressen und eine Anschlussbahn zum Bahnhof Römerkeller. Im Foto ist der lange Hof mit rechts den Wohnhäusern und links den Nebengebäuden zu sehen. Jede Wohneinheit war dort annähernd gleich ausgestattet. Es herrschte ein reges Treiben. Auf engstem Raum lebten viele Familien mit vielen Kindern. Die Häuser nannte man auch Kolonie „Unser Fritz“ oder „Fritzer Häuser“ . Die Entfernung von diesen Werkswohnungen bis zur Brikettfabrik betrug etwa 1,5 Kilometer. Die gemauerte Kettenbahneinfahrt befand sich auf dem Fabrikgelände und war bis zur Überbaggerung durch den Tagebau Klettwitz vorhanden.
Der Wohnkomplex in unmittelbarer Nähe des Aussichtspunktes in Kostebrau ist ein Denkmal über die vor circa 100 Jahren herrschenden Wohn- und Lebensverhältnissen der Bergarbeiter in der Lausitzer Braunkohlenindustrie. Solche Objekte sind besonders im Lausitzer Revier sehr selten. Dieser Komplex sollte möglichst schnell unter Denkmalschutz gestellt werden. Kostebrau hat durch den Abriss des Turmhauses und des Gutshofes bereits viel an Historischem verloren. Also stellen wir diesen Kostebrauer Häuserkomplex endlich unter Denkmalschutz!

Gewonnen Kostebrau
 Der glückliche Gewinner in dieser Woche heißt Klaus Streubel aus Kostebrau. Herzlichen Glückwunsch! Er kann sich in der Lokalredaktion Senftenberg einen Buchpreis abholen.