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| 16:48 Uhr

Real Music Club feiert Geburtstag
Real Music - ehrlich und handgemacht

Die Band „Delta Moon“ aus Atlanta/Georgia in den USA ist zum 15. Geburtstag des Real Music Club in Lauchhammer der Hauptact auf der Bühne. Am Sonnabend ist es soweit. Vier weitere Bands werden ebenfalls zu der Party auftreten.
Die Band „Delta Moon“ aus Atlanta/Georgia in den USA ist zum 15. Geburtstag des Real Music Club in Lauchhammer der Hauptact auf der Bühne. Am Sonnabend ist es soweit. Vier weitere Bands werden ebenfalls zu der Party auftreten. FOTO: Delta Moon
Lauchhammer. Der Real Music Club in Lauchhammer feiert Geburtstag. Vor genau 15 Jahren schlug in der Stadt die Stunde für live gespielte US-amerikanische Rock-, Folk- und Roots Music. Seit dieser Zeit hat sich der Lauchhammeraner Verein bis nach Austin/Texas einen Namen gemacht. Von Catrin Würz

Die hölzernen Bühnenbretter im Real Music Club in Lauchhammer-Ost haben schon so einige Berühmtheiten der Musikszene getragen. Die britische Keyboarder-Legende Ian McLagan (Mitglied von Rod Stewarts Band „Faces“) rockte hier schon genauso wie die Band „Blackberry Smoke“ aus Atlanta/Georgia, die inzwischen in den USA auch richtig große Stadien füllt. Nun feiert der kleine Musikclub, der seit 2005 in einer ehemaligen Kirche seine Residenz hat, am Samstag seinen 15. Geburtstag – und das selbstverständlich mit einem großen Jubiläumskonzert samt internationalem Line Up. Bands aus den USA und aus Kanada sind gebucht, und natürlich werden auch Musiker aus Lauchhammer und der Region mit ihrem Auftritt gratulieren (siehe Info-Kasten).

Ralf Rischke freut sich schon auf diesen Abend. „Das wird sicher großartig“, hofft er. Der heute 58-Jährige ist Mitbegründer und jahrelanges Vorstandsmitglied im Real Music Club-Verein. An die Anfänge vor 15 Jahren erinnert er sich noch gut. „Wir waren damals eine Hand voll begeisterter Leute, die auf ehrliche, Hand gemachte Rockmusik mit amerikanischen Wurzeln steht. Wir reisten zu den Konzerten quer durch die Lande. Und eines Tages fragten wir uns: Warum holen wir uns die Konzerte eigentlich nicht nach Lauchhammer?“

Gesagt, getan: Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren fand das erste Southern Blues Rock Meeting in Lauchhammer statt – damals noch in der Friedensgedächtniskirche. Gute zwei Jahre lang war die Real Music an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Stadt zu Gast, wie zum Beispiel auch in der damals noch existierenden Disko Blue Sky/Filou. Mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins 2005 startete dann jedoch die Suche nach eigenen Räumen samt Konzerthalle. Die leerstehende katholische Kirche an der Wilhelm-Külz-Straße rückte ins Blickfeld der Americana-Music-Jünger. Und in weniger als zwei Jahren wurde das Gebäude dank zahlreicher Sponsoren, Spender und Helfer zu einem gemütlichen Veranstaltungstempel der „Real Music“ gemacht. Das Haus kehrte damit zu seinen Wurzeln zurück; denn bevor es nach 1945 eine Kirche wurde, war es um 1900 als Gaststätte mit Tanzsaal erbaut worden.

Real Music – das bedeutet für Ralf Rischke übrigens damals wie heute „Musik, die jenseits des Mainstream ist, nicht im Radio läuft und dennoch ausgesprochen erstklassiges Musikhandwerk ist“. Zu den gut zwölf bis 15 Konzerten pro Jahr lädt sich der Verein vorwiegend Bands aus den USA ein, die den amerikanischen Stil vom Südstaaten-Rock bis zu Independant pflegen.

Dass die internationalen Musiker auf ihren Deutschland-Tourneen zwischen Hamburg Berlin und München auch gern mal im kleinen Lauchhammer andocken, liegt sicher am guten Ruf, den sich der Real Music Club bis hin nach Austin/Texas schon erarbeitet hat. „Die Bands spüren bei uns schnell, dass wir für diese Musik brennen und mit Herzblut die Konzerte organisieren“, sagt Ralf Rischke. Dazu gehöre dann auch, dass den Musikern vor ihrem Auftritt ein Rundum-Wohlfühlprogramm mit extra leckerem Dinner bereitet wird. „Das kommt immer super bei den Künstlern an, die frisch gestärkt für unser Publikum dann ihr Bestes geben.“